Frust & Wut vermeiden

Familienspieleabend: Aufhören, wenn es am schönsten ist

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Damit es beim Spielen keinen Tobsuchtsanfall gibt, sollten Eltern einiges beachten. Kindern sollte nicht zu viel zugemutet werden.

Es könnte so schön sein: In der Werbung sieht man viele fröhliche, gut gelaunte Familien, die zusammen ihr liebstes Brettspiel spielen. Doch in der Realität sieht das Ganze oftmals ganz anders aus – denn bei Kindern machen sich schnell Wut und Frustration breit, wenn das Spiel nicht so abläuft wie geplant.

Brettspiele tragen zur Konzentration und flexiblem Denken bei, fördern Kreativität und können dabei helfen, Regeln fürs Leben zu vermitteln. Aber was für die Eltern eine tolle Gelegenheit ist, um ihren Kindern wichtige Werte weiterzugeben, ist für die Kleinen schnell eine mentale Herausforderung. Also was kann man tun, damit der schön geplante Spielenachmittag nicht wieder in Streit endet? Und wie kann man Kinder für das gemeinsame Spielen begeistern?

Müde oder hungrig: Wann das Spielen wenig Sinn macht

Sicher kennen Eltern das von sich selbst: Wenn man vom Tag erschöpft ist, hat man oft keine Lust, ein längeres Spiel anzufangen. Das geht Kindern genauso – sind sie übermüdet oder hungrig, haben sie oft eine sehr niedrige Toleranz- und Frustrationsschwelle. Da kann schon die Wahl der Spielfigur schnell eskalieren und zu Streit führen.

Aufhören, wenn es am schönsten ist

Und während des Spielens gilt: Kinder sollten nicht überfordert werden. Wenn sie keine Lust mehr haben und die Konzentration nachlässt, ist es sinnvoll, das Spiel einzupacken und lieber später weiter zu spielen.

Kinder beim Spielen gewinnen lassen?

Für Spielanfänge im Alter von drei bis fünf Jahren ist es noch in Ordnung, ihnen ein wenig entgegenzukommen, damit sie nicht zu schnell den Spaß am Brettspiel verlieren. Sobald das Kind in die Schule kommt, sollten jedoch dieselben Regeln wie für Erwachsene gelten. Schließlich lernt das Kind so, sich an Vorgaben zu halten und auch mal mit Enttäuschungen umzugehen.