Stets optimal abgesichert

Welche Versicherungen braucht eine Familie?

Ein Paar betrachtet zusammen den Bildschirm eines Laptops, auf dem eine Internetseite zu sehen ist.
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Durchblick im Policen-Dschungel: Familien stellen sich häufig die Frage, welche Versicherungen für sie notwendig sind.

Die Frage, welche Versicherungen eine Familie benötigt, ist komplex. Klar ist aber : Familien benötigen eine besondere Absicherung im Alltag.

„Man sollte das absichern, was die Existenz der Familie gefährden könnte“, sagt Una Großmann vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Ein Überblick darüber, welche Versicherungen ein Muss für jede Familien ist und welche sie ruhig vernachlässigen können:

Haftpflichtversicherung für Familien: Immer an erster Stelle

Die Haftpflichtversicherung sollte in puncto Versicherungsschutz an erster Stelle stehen. Sie greift, wenn Versicherte einem anderen einen Schaden zufügen. Das ist wichtig, weil in solchen Schadensfällen schnell hohe Summen zusammenkommen können, erklärt Großmann.

Kinder sind im Regelfall bis zu einem gewissen Alter automatisch mitversichert. Sie können allerdings bis zum siebten und im Straßenverkehr sogar bis zum zehnten Geburtstag sowieso nicht haftbar gemacht werden. Eltern können aber in die Pflicht genommen werden, wenn sie die Aufsichtspflicht verletzen.

Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

Statistisch gesehen muss jeder vierte Deutsche seinen Job im Laufe seines Berufslebens aufgrund von Berufsunfähigkeit aufgeben. Problem dabei: Der Staat sichert das nicht mehr in dem Maße ab wie früher, erläutert Großmann. Die entsprechende Police zahlt eine monatliche Rente, wenn Versicherte aus gesundheitlichen Gründen ihren Beruf vorübergehend oder sogar dauerhaft nicht mehr ausüben können.

Was ist eine Risiko-Lebensversicherung?

„Seine Angehörigen sollte man unbedingt durch eine Risiko-Lebensversicherung absichern“, rät Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV) in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Im Todesfall bekommen Hinterbliebenen die Versicherungssumme ausgezahlt. Laut Großmanns gibt es diese Versicherung bereits für etwa sieben bis zehn Euro pro Monat.

Kinder-Unfallversicherung: Prinzipiell zu empfehlen, aber kein Muss

Eine Kinder-Unfallversicherung ist zwar prinzipiell zu empfehlen, aber kein Muss. Sie zahlt eine monatliche Rente oder einen Einmalbetrag, wenn das Kind durch einen Unfall einen dauerhaften Schaden erleidet. Sie ist zum Beispiel sinnvoll, wenn ältere Kinder in Ausbildung selbst noch keine Berufsunfähigkeitsversicherung haben.

„Es gibt zwar laut Statistik nicht viele Unfälle, die eine Invalidität nach sich ziehen“, erklärt Boss. Aber wenn sie eintritt, zahlt die Versicherung den behindertengerechten Umbau des Hauses und den Kauf eines behindertengerechten Autos. Der Rat der Expertin: „Diese Versicherung können zum Beispiel die Großeltern übernehmen, statt vielleicht unnötiges Spielzeug zu schenken.“

Der Klassiker Hausratversicherung

Die Hausratversicherung sichert Schäden am Hausrat durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel oder Blitz ab. Dabei gehören nicht nur Möbel zum Hausrat, sondern auch Kleidung oder Elektrogeräte. Die Police ist laut Großmann grundsätzlich empfehlenswert - ob sie sich lohnt, hängt allerdings immer vom Einzelfall ab.

Kranken-Zusatzversicherung für existenzielle Risiken

Fragen vor dem Abschluss einer Kranken-Zusatzversicherung: Sind existenzielle Risiken in ausreichender Höhe abgedeckt? Und auch an die Altersvorsorge ist gedacht? Dann können Familien über eine Kranken-Zusatzversicherung nachdenken. „Das ist aber eine reine Luxusversicherung“, sagt Boss. Sie übernimmt das Honorar für eine privatärztliche Behandlung oder das Einbettzimmer im Krankenhaus.

Ausbildungsversicherung lohnen sich nicht

Auf eine Ausbildungsversicherung können Familien getrost verzichten. „Das sind Kapitallebensversicherungen, die teuer sind, da hohe Abschlusskosten und laufende Verwaltungskosten anfallen“, warnt Boss.

Alles, was man für die Altersvorsorge zurücklegen möchte, sollte man stattdessen unabhängig von Versicherungen investieren. „Hier sollte man auf reine Geldanlageprodukte zurückgreifen, auch wenn es derzeit wenig Zinsen gibt. Bei Bankprodukten ist man auch flexibler.“