Wildunfall: So verhaltet ihr euch als Autofahrer richtig

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Gefahr Wildunfall:Meldepflicht für Fahrzeugführer. Foto: Patrick Pleul/dpa

Kreis Unna/NRW - Ein Wildunfall - der Albtraum für jeden Autofahrer. Der Jagdberater im Kreis Unna erklärt, wie sich Autofahrer bei einem Wildunfall verhalten müssen.

Das Reh im Scheinwerferlicht ist der Albtraum vieler Autofahrer. Im Herbst gibt es besonders viele Wildunfälle. Der Jagdberater im Kreis Unna erklärt, wie ihr euch nach dem Crash verhalten müsst.

  • Bei Regen, Schnee und Wildwechsel müssen Autofahrer besonders vorsichtig sein.
  • Kommt es zum Wildunfall, muss die Polizei verständigt werden.
  • Der für Unna zuständige Kreis-Jagdberater erklärt, wie Fahrer Wildunfälle vermeiden können.

Wildunfall: Autofahrer müssen sich korrekt verhalten

Autofahren ist im Winter und im Herbst eigentlich schon anstrengend genug. Egal ob Nebel, Regen oder Schnee - Fahrer müssen sich stärker konzentrieren und besonders gut auf die Straße schauen.

Aber es lauert eine weitere Gefahr: der Wildwechsel von Rehen und Wildschweinen. Und ein Wildunfall ist auf keinen Fall zu unterschätzen.

Experte erklärt richtiges Verhalten beim Wildunfall

Der Moment, wenn ein Tier auf die Straße läuft, ist für jeden Autofahrer ein großer Schock. In diesen Sekunden richtig zu handeln, ist enorm wichtig, um einen solchen Unfall noch zu verhindern.

Dietrich Junge, Kreis-Jagdberater in Unna, gibt Tipps für das Verhalten vor und nach einem Wildunfall: "Die meisten Wildunfälle lassen sich durch vorausschauende Fahrweise vermeiden", erklärt der Kreis-Jagdberater. "Gerade an Waldrändern und Lichtungen gilt aber: runter vom Gas und Augen auf."

Richtiges Verhalten nach einem Wildunfall

Trotz aller Vorsicht lassen sich Wildunfälle aber nicht immer vermeiden. Kommt es dann tatsächlich zu einem Unfall, müsse der Fahrer auf jeden Fall die Polizei verständigen, so Junge. "Das gilt selbstverständlich auch, wenn das Tier verletzt wurde und weggelaufen ist."

Die Polizei informiere anschließend den zuständigen Jäger im jeweiligen Gebiet. "Auf keinen Fall darf das Tier ins Auto geladen und abtransportiert werden", warnt der Kreis-Jagdberater.

Wildunfall: Keine Angst vor Kosten

Denn aus Angst vor den Kosten muss keiner vom Unfallort flüchten. In der Regel müsse der Autofahrer nicht für den Wildschaden haften, meldet der Kreis Unna. Das gilt jedoch nicht, wenn der Unfall durch Fahrlässigkeit entstanden ist.

Für die Kosten komme normalerweise die Kfz-Versicherung auf. Auch hier gibt es wieder eine Ausnahme. Wenn ein Haustier einen Unfall verursacht, sei der Halter für den Schaden verantwortlich. Auch hier müsse aber erst wieder die Polizei eingeschaltet werden.