Bild: Lippe Verband

Im Massener Bach in Unna lebt ein echter Weltmeister der Regeneration. Der Dreiecksstrudelwurm ist für Forscher hochinteressant.

  • Dreiecksstrudelwurm lebt im Massener Bach in Unna.
  • Tier ist bekannt für seine Regenerationsgabe.
  • Wurm zeugt von guter Wasserqualität.

Auf dem Unnaer Stadtgebiet gibt es viele verschiedene Bäche. Mal verlaufen diese unterirdisch wie der Kortelbach, mal oberirdisch wie der Massener Bach, der durch einen Großteil der Stadtteile Massen und Afferde fließt.

Wie gesund ein solcher Bach ist, wird unter anderem auch an der Vielfalt der darin lebenden Tiere gemessen. Dem Massener Bach bestätigt der Lippe-Verband dabei ein „gut“, denn hier lebt der Dreiecksstrudelwurm, der auch für Forscher hochinteressant ist.

Massener Bach ist Heimat des Dreiecksstrudelwurms

Denn der „Turbowurm“ gilt als Weltmeister der Regeneration, wie der Lippe-Verband schreibt. Bereits aus einem winzigen Stück Wurm kann sich ein komplett neues Tier regenerieren.

Der Dreiecksstrudelwurm könnte Wissenschaftlern Aufschluss über neue Therapiemöglichkeiten für verletzte Menschen geben. Zwar werden diese nicht im Massener Bach in Unna erforscht, es ist trotzdem gut, dass dieser dort ansässig ist.

Der eher unscheinbare Wurm sieht aus wie eine Nacktschnecke unter Wasser und kann maximal 2,5 Zentimeter groß werden. Er hat einen pfeilförmigen, dreieckigen Kopf mit beweglichen „Öhrchen“. Am speziellsten sind allerdings die Augen des Dreiecksstrudelwurm. Sie sehen ein wenig aus, als ob das Tier schielen würde.

Überlebenskünstler ist nachtaktiv

Dabei sind sie einfach nur perfekt auf das Lebensumfeld des Wurms angepasst. Denn es ist nachtaktiv und hält sich tagsüber eher unter Steinen, Ästen oder Schwimmblättern auf. Am liebsten frisst er Kleinkrebse, Würmer und Insektenlarven. Sollte es mal längere Zeit nichts zu essen geben, überlebt der Dreiecksstrudelwurm aber auch das.

Für den Massener Bach in Unna ist das eine gute Nachricht. Andere Tiere, wie zum Beispiel Ratten sollten sich aber lieber von der Stadt fernhalten. Deshalb haben die Stadtbetriebe jetzt eine neue Aktion ins Leben gerufen.