Bild: Susann Prautsch/dpa

Der kleine Mika braucht einen neuen Haarschnitt beim Friseur. Seine Mutter staunt nicht schlecht. Denn in seiner Heimatstadt Unna weigerten sich verschiedene Friseurläden einem kleinen Jungen die Haare zu schneiden. Das sorgte im Netz für ordentlich Kritik.

Als eine Mutter in Unna mit ihrem 13 Monate alten Sohn Mika zum Friseur gehen wollte, erlebte sie eine herbe Überraschung. Verschiedene Friseursalons lehnten es ab, ihrem Sohn die Haare zu schneiden. Der Grund: er hat das Down-Syndrom.

Unna: Mutter findet das Verhalten der Friseure erschreckend

Die Mutter finde es erschreckend, wie negativ einige Menschen noch immer auf Menschen mit Behinderung reagieren, wie sie gegenüber DerWesten erklärte.

Bei Facebook kommentierte sie außerdem, dass sie dachte, es gibt mehr Akzeptanz für ihren kleinen Sonnenschein. Sie lobt ihr Kind in den höchsten Tönen und schreibt: „Er ist mein ganzer Stolz und er ist so ein starker Kämpfer und wenn er erstmal lacht – zum Dahinschmelzen.“

Nach einigen Absagen, fand sie dann doch noch einen Friseur, der dem kleinen Mika die Haare machte und der zeigte sich ziemlich wütend über das Verhalten seiner Kollegen.

Auf Facebook lässt er seinem Unmut freien Lauf und fragt, in was für einer Gesellschaft wir denn leben. Weiter schreibt er, dass es ihn aber dafür umso mehr freue, den Kleinen bedienen zu dürfen und dass es ihm eine Ehre wäre ihm einen neuen Schnitt zu verpassen.

Aktuelle Top-Themen:

Aber nicht nur bei dem Friseur sorgt die ganze Geschichte für Unverständnis, auch andere Facebook-User zeigen sich entrüstet. Viele rufen dazu auf, solche Läden zu meiden und fragen, wo die Menschlichkeit geblieben sei. Andere zeigen sich sehr berührt von der Geschichte und finden es vor allem Top, dass der Friseur dem kleinen Mika dann ohne zu zögern noch einen coolen neuen Schnitt verpasst hat.