Kompliment für den Kreis Unna – der stellvertretende Ministerpräsident Dr. Joachim Stamp findet warme Worte über die Integrationsarbeit im Kommunalen Integrationszentrum. Und er regt eine andere Art der Finanzierung an. 

„Wenn Go In hier klappt, wird es von der Landesregierung kein Veto geben.“ Klare Worte fand Dr. Joachim Stamp am Rande des Fachtags „Flucht– Integration – Ehrenamt“. Go In – das ist Integration an Schulen. Innerhalb von nur zwei Wochen bekommen junge Zuwanderer einen Platz an einer der Schulen im Kreis zugewiesen.

Und das Wort von Joachim Stamp hat Gewicht. Stamp ist nicht nur stellvertretender Ministerpräsident des Landes, sondern auch Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration. Er weiß um die vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Unna (KI) geleistete Arbeit und sieht sich nicht in einer „Bremser“-Rolle. Denn: „Das Land stattet die Integrationszentren seit Jahren finanziell und personell mit aus, fördert die Arbeit also aktiv mit.“

Weg von der Projektförderung hin zur institutionellen Arbeit

Um noch mehr Kontinuität zu erreichen, setzt Stamp auf eine Kurskorrektur: weg von der Projektförderung, hin zur institutionellen Arbeit. Landrat Michael Makiolla hört dies mehr als gerne. „Projektförderung bedeutet Unsicherheit, fehlende Planbarkeit und immer wieder neuen bürokratischen Aufwand.“

Einig waren sich Minister und Landrat auch, dass Integration nicht allein durch hauptamtliches Know-how in Verwaltungen gelingt. „Wir brauchen die Ehrenamtlichen, denn sie zeigen im direkten Miteinander, wie unser Alltag funktioniert, welche Regeln hier gelten, welche Werte wir haben und leben dies auch praktisch vor.“

Deshalb nutzten Minister Stamp und Landrat Makiolla den Fachtag in der Kamener Stadthalle auch, um noch einmal „Dankeschön für die großartige Hilfsbereitschaft in den letzten Monaten“ zu sagen. Und der Dank gilt vielen: Waren es zu Spitzenzeiten rund 3.000 ehrenamtliche Flüchtlingshelfer, so sind es derzeit nach Angaben von Anne Nikbin vom Kommunalen Integrationszentrum rund 1.500. „Das ist eine beeindruckende Zahl“, macht Minister Stamp der Flüchtlingshilfe im Kreis ein Kompliment.