Schreckliche Vorwürfe

Schwerer sexueller Missbrauch: Mann aus Unna machte offenbar Video-Collage mit Horror-Taten an seiner Nichte

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Gegen einen Mann aus Unna wird nun vor dem Landgericht Dortmund wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs an seiner Nichte verhandelt.

Schwere Vorwürfe gegen einen Mann aus dem Kreis Unna bei Dortmund! Es geht um sexuellen Missbrauch von Kindern und angefertigte Videos.

  • Der Prozess im Falle von schwerem sexuellen Missbrauch gegen einen Mann aus Unna startet.
  • Vor dem Landgericht Dortmund muss sich ein 46-Jähriger verantworten.
  • Er soll ein Kind aus seiner eigenen Familie schwer missbraucht haben.

Unna/Dortmund - Ein Mann aus dem Kreis Unna muss sich aktuell mit schweren Vorwürfen vor Gericht auseinandersetzen. Das vorgeworfene Delikt: schwerer sexueller Missbrauch von Kindern. Diese sollen sich über Jahre ereignet haben, wie das Landgericht Dortmund kurz vor dem Prozessbeginn gegenüber RUHR24.de* mitteilt.

Kreis Unna: Sexueller Missbrauch zwischen 2016 und 2019

Der Tatzeitraum, in dem der 46-jährige Mario L. aus Unna seine schrecklichen Taten begangen haben soll, liegt zwischen dem 8. April 2016 und dem 4. März 2019. Sein Opfer soll sich der Angeklagte aus dem familiären Umfeld gesucht haben. 

So habe sich Mario L. die 2016 erst sechs Jahre alte Nichte ausgesucht, um sie sexuell zu missbrauchen. "Das könnte leider wieder bestätigen, dass Fälle solcher Art gehäuft im direkten Umfeld der Täter stattfinden", sagt Dr. Thomas Jungkamp, Richter am Landgericht Dortmund, gegenüber RUHR24.de.

Der Mann aus Unna hatte im besagten Tatzeitraum auf seine Nichte aufgepasst, als es laut den Gerichtspapieren bei den Besuchen des Mädchens zu mehreren sexuell motivierten Übergriffen auf das Kind gekommen sein soll.

Video von Vergewaltigungen im Kreis Unna

Von den Horror-Taten soll der 46-Jährige auch Videos angefertigt haben, die er dann anderen Personen zugekommen haben lassen soll. "Hierzu soll er eine circa 25-minütige Videocollage angefertigt haben, die er bislang unbekannten Personen übermittelt haben soll", berichtet das Landgericht in Dortmund, wo es am 3. März zum Prozessauftakt gegen den Mann aus Unna kommt.

Auf das Video soll die Polizei durch einen privaten Hinweis gekommen sein. Das Video habe der Mann im Darknet verbreitet.

Nach Vergewaltigung: Generalstaatsanwaltschaft mit Schulfahndung im Kreis Unna

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main leitete daraufhin im September 2019 eine sogenannte Schulfahndung ein. Das Bundeskriminalamt (BKA) zeigte den Lehrern an Grundschulen im Zuge der Fahndung Bilder des missbrauchten Mädchens. 

Mit Erfolg: Zwei Lehrkräfte erkannten das Kind wieder. Die Hinweise führten in der Folge dazu, dass der Mann aus Unna identifiziert werden konnte und ihm nach der Polizei-Festnahme sexueller Missbrauch an seiner Nichte vorgeworfen* wurde.

Am 10. September 2019 führten Ermittler schließlich eine umfangreiche Durchsuchung der Wohnung des Beschuldigten durch. Zahlreiche Beweismittel, insbesondere Computer und Datenträger wurden sichergestellt. Der Tatverdächtige wurde einen Tag später der Haftrichterin am Amtsgericht Unna vorgeführt und in Untersuchungshaft gebracht.

Und das ist nicht der einzige Missbrauchs-Fall im Ruhrgebiet, bei dem es zu einer Anklage kam. Auch im Fall des verschwunden Marvin K. aus Recklinghausen kam zu einer Anklage wegen sexuellem Missbrauch. Ein 44-Jähriger steht im Verdacht, dem Jungen über zwei Jahre hinweg Schlimmes angetan zu haben. 

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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