Mutter tötet Tochter (6) und stirbt an ihren Brandverletzungen

Feuerwehrleute stehen vor der Mutter-Kind-Einrichtung in Unna. Foto: Markus Wüllner/dpa
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Feuerwehrleute stehen vor der Mutter-Kind-Einrichtung in Unna. Foto: Markus Wüllner/dpa

Unna/NRW - Im Lebenszentrum Unna-Königsborn hat eine Frau in der Nacht zu Montag (1. April) ihre Tochter erstickt. Danach legte sie ein Feuer.

Im Lebenszentrum Unna-Königsborn hat es in der Nacht von Sonntag (31. März) auf Montag (1. April) gebrannt. Eine Mutter tötete zunächst ihr Kind und legte dann Feuer in einem geschlossenen Raum. Sie erlag ihren Brandverletzungen.

Update, Dienstag (02.April), 11.26 Uhr: Wie die Staatsanwaltschaft Dortmund und die Polizei mitteilten, ist auch die Mutter in der Nacht zu Dienstag (2. April) im Krankenhaus gestorben. Sie ist ihren schweren Brandverletzungen erlegen.

Update, Montag (01.April), 17.19 Uhr: Nach neuesten Angaben soll die Mutter ihre Tochter zunächst erstickt und dann das Feuer gelegt haben, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte. Das Kind sei bereits leblos aus dem Zimmer geborgen worden, die Mutter schwebt wegen schwerer Brandverletzungen noch immer in Lebensgefahr. Laut dpa-Informationen soll die Mutter Angst gehabt haben, von ihrer Tochter getrennt zu werden, die in ein anderes Wohnheim ziehen sollte.

Update, Montag (1. April), 11.35 Uhr: Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, wurde der Brand von der Mutter selbst gelegt. Die Frau hat offenbar in suizidaler Absicht gehandelt.

Mutter schwebt in Lebensgefahr

Die Frau aus Soest sowie ihre Tochter schwebten am Morgen in akuter Lebensgefahr. Das Kind verstarb, die Mutter überlebte schwerverletzt.

Erstmeldung: Gegen 0.45 Uhr wurde die Feuerwehr Unna alarmiert. Vor Ort ist es zu einem Zimmerbrand im Mutter-Kind-Haus des Lebenszentrums gekommen. Das Haus wurde daraufhin evakuiert.

Eine Mutter und ihr Kind wurden schwer verletzt gerettet und mussten auf der Straße wiederbelebt werden.

Feuerwehr löschte den Brand

Anschließend wurden beide in Rettungswagen erstversorgt und ins Krankenhaus gebracht. Den Brand konnte die Feuerwehr löschen und das Haus mit Hochleistungslüftern entrauchen.

Die Polizei sicherte und versiegelte das Haus. Die Kripo wird wegen der Brandursache weitere Ermittlungen aufnehmen.

Telefonseelsorge

Normalerweise berichten wir nicht über Suizide oder Suizidversuche. Da dieser versuchte Selbstmord aber ein öffentliches Interesse hervorruft, machen wir eine Ausnahme. Wer Hilfe benötigt oder sich in einer vermeintlich ausweglosen Situation befindet, der kann sich jederzeit kostenlos an die Telefonseelsorge wenden: