Versuchter Mord! Mann nach Messer-Attacke in Fröndenberg in Haft

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In Fröndenberg ist ein junger Mann mit einem Messer niedergestochen worden. Foto: Oliver Berg/dpa

Fröndenberg/NRW - In Fröndenberg bei Dortmund wurde Mitte Oktober ein Mann am Ufer der Ruhr mit einem Messer verletzt. Jetzt gab es eine Festnahme.

In Fröndenberg bei Dortmund wurde Mitte Oktober ein Mann am Ufer der Ruhr mit einem Messer verletzt. Jetzt gab es den Haftbefehl.

  • Bei einem Streit am Ufer der Ruhr bei Fröndenberg wurde ein junger Mann schwer verletzt.
  • Sein Kontrahent hatte ihn mit einem Messer attackiert.
  • Jetzt sitzt der Beschuldigte wegen versuchten Mordes in Haft.

Fröndenberg: Tatverdächtiger nach Messer-Attacke in Haft

Update, Donnerstag (31. Oktober), 11 Uhr: Die Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl gegen 30-Jährigen aus Fröndenberg erlassen. Das teilten die Ermittler am Mittwoch mit.

Es bestehe dringender Tatverdacht des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Der Beschuldigte, der einen anderen Mann niedergestochen haben soll, wurde bereits dem Haftrichter vorgeführt und sitzt nun im Gefängnis. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund gegenüber RUHR24.

Opfer an der Ruhr mit Messer verletzt

Ursprungsmeldung: Zwei Männer sollen sich demnach am Freitagabend (18. Oktober) am Ufer der Ruhr gestritten haben. Bei der Rangelei attackierte ein 30-Jähriger aus Fröndenberg im Kreis Unna einen 25-jährigen Mendener mit einem Messer.

Das Opfer erlitt mehrere Messerstiche und musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Das teilen die Staatsanwaltschaft und die Po l izei Dortmund mit. Ob Lebensgefahr besteht, ist noch unklar.

Polizei Dortmund richtet Mordkommission ein

Eine Mordkommission der Polizei ermittelt nun, wie es zu der Tat kommen konnte. Zu den Hintergründen gaben die Ermittler bislang nichts bekannt.

Die Staatsanwaltschaft war für eine Stellungnahme bislang nicht zu erreichen.

Immer wieder Messer-Attacken im Ruhrgebiet

Allein im Oktober gab es im Ruhrgebiet mehrere Angriffe mit einem Messer. In Hamm verletzte ein Angreifer einen 20-Jährigen mit einem Messer schwer. Anschließend flüchtete er.

In Lüdenscheid wurde vergangene Woche einem Mann bei einer Demo ein Messer in den Rücken gerammt. Der 51-Jährige hatte bei einer Kurden-Demo gegen den türkischen Angriff in Syrien protestiert.

Ministerpräsident von Bayern erntet Shitstorm nach Messer-Aussage

Zuletzt hatte Hubert Aiwanger (48), stellvertretender Ministerpräsident von Bayern, mit einem unklugen Statement zu Messern einen Shitstorm losgetreten.

Er sei überzeugt, sagte Aiwanger, dass Bayern und Deutschland sicherer wären, wenn "jeder anständiger Mann und jede anständige Frau ein Messerin der Tasche haben dürfte" und man Schwerkriminelle einsperren würde.

Die Aussage sorgte für viel Kritik an dem Politiker. Die Grünen nannten die Aussage „dumm und gefährlich“. Ein SPD-Politiker bezeichnete Aiwanger als „Taschenmesserpopulisten“. Später versuchte er das missglückte Statement zu erklären.

In Bergkamen im Kreis Unna kam es am späten Sonntagabend (10. November) zu einem Drama. Eine Frau wurde ermordet. Ein Mann, der vermeintliche Täter, wurde ebenfalls tot aufgefunden. Bislang sind die Hintergründe unklar.