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In Lünen ist am Sonntagabend (7. Juli) ein achtjähriger Junge bei einem Verkehrsunfall verletzt worden. Eine Hochzeitsgesellschaft stellte den Rettungsdienst bei der Versorgung vor Probleme.

  • Ein Kind wurde von einem Auto angefahren und verletzt.
  • Hochzeitsgäste behinderten anschließend die Rettungskräfte.
  • Die Polizei musste mehrere Platzverweise aussprechen.

Ersten Ermittlungen zufolge beschleunigte ein 22-Jähriger Autofahrer aus Werne an der Lippe seinen Pkw bei einem Überholmanöver zu stark. Trotz einer Notbremsung erfasste er einen auf der Fahrbahn knienden Jungen erfasste, der offenbar zu einer Hochzeitsgesellschaft gehörte. Wahrscheinlich hatte der Pkw-Fahrer den Achtjährigen aus Schwerte zu spät gesehen.

Hochzeitsgesellschaft behindert Rettungsmaßnahmen massiv

Der Unfall ereignete sich gegen 22.20 Uhr an der Kreuzung Bebelstraße Ecke Jägerstraße. Im Anschluss musste ein Rettungswagen für den verletzen Jungen und eine Angehörige gerufen werden, die einen Schock erlitt.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte kam es dann zu Tumulten. Weitere Hochzeitsgäste behinderten massiv die Erstversorgung der Verletzten.

Erst am Freitag (5. Juli) war eine Hochzeitsgesellschaft negativ aufgefallen, als bei ihr Bengalos und eine Schreckschusswaffe beschlagnahmt wurden.

100 Personen sorgen für Tumulte

Etwa 100 Personen umkreisten die Rettungskräfte. Nur mit Mühe konnte sie die unter Schock stehende Frau versorgen. Die Versorgung des verletzten Kindes war anfangs gar nicht möglich.

In letzter Zeit häufen sich ausufernde Hochzeitsfeiern. Die Polizei geht nur härter bei solchen Partys vor und machen mit Flyern darauf aufmerksam.

Erst als Polizisten die Hochzeitsgesellschaft lautstark aufforderten, den Unfallbereich zu räumen, einzelne Personen abdrängten und Platzverweise aussprachen, konnte der Rettungsdienst die Frau und den verletzten Jungen ungestört weiter versorgen. Die Kreuzung war bis 23.10 Uhr gesperrt.