Lünen: Mann flieht auf Felgen vor der Polizei - dann wirft er einen Welpen

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Ein Auto der Polizei in NRW. Foto: dpa

Kreis Unna/NRW - Verfolgungsjagd in Lünen (Kreis Unna): Ein Mann ist vor der Polizei geflüchtet und hat drei Autos gerammt. Dann warf er einen Welpen. Die ganze Geschichte:

Kuriose Verfolgungsjagd in Lünen (Kreis Unna): Als die Polizei ihn kontrollieren wollte, drückte ein 23-Jähriger auf das Gaspedal. Er flüchtete durch mehrere Straßen und ließ sein stark beschädigtes Auto schließlich stehen. Dann warf er einen Welpen.

  • Am Dienstag verfolgte die Polizei in Lünen einen 23-Jährigen durch mehrere Straßen.
  • Der Flüchtige rammte mit seinem Auto mehrere Streifenwagen und ein geparktes Fahrzeug.
  • Am Ende setzten die Beamten bei der Suche nach dem Mann sogar einen Hubschrauber ein.

Verfolgungsjagd in Lünen: 23-Jähriger ignoriert Anhaltezeichen der Polizei

"Freundlich" habe man am Dienstag (29. Oktober) gegen 17.40 Uhr einen Autofahrer in Lünen mit Zeichen dazu aufgefordert, anzuhalten. Das berichtet die Polizei. Zuvor hätten Beamte beobachtet, wie der Mann während der Fahrt auf seinem Handy "gewischt" hatte.

Doch der 23-Jährige, der zu diesem Zeitpunkt auf der Preußenstraße in Lünen unterwegs war, befolgte die Aufforderung der Beamten nicht. Stattdessen drückte er auf das Gaspedal - und versuchte zu flüchten.

Dabei handelt es sich nicht um den ersten Fall dieser Art in Lünen: Anfang des Jahres hatte ein Diebes-Duo versucht, der Polizei zu entkommen.

Mann rammt bei Verfolgungsjagd in Lünen zwei Streifenwagen

Sein Weg führte ihn über die Scharnhorststraße in die Straße "An der Kohlenbahn", wo er mit einem geparkten Auto und einem Stromverteilerkasten kollidierte. Als die Beamten dem 23-Jährigen den Fluchtweg versperren wollten, rammte dieser das Einsatzfahrzeug.

Also ging die Verfolgungsjagd durch Lünen weiter: Nachdem der Flüchtige einen weiteren Streifenwagen gerammt hatte, versuchte er über die Preußen-, Lanstroper-, Quer- und Niederadener Straße zu entkommen. Mittlerweile fuhr er - so die Polizei - nur noch auf der Felge, was für reichlich Funkenflug sorgte.

Verfolgungsjagd in Lünen: Fluchtfahrzeug verliert Reifen

Schließlich verlor der Mann sogar einen seiner stark in Mitleidenschaft gezogenen Reifen. In der Straße "Auf den Kämpen" fand die Verfolgungsjagd schließlich ein zwischenzeitliches Ende: Kurz vor der Absperrschranke am Ende der Straße sprang der Fahrer aus dem noch rollenden Auto.

Als der 23-Jährige daraufhin kurz stehenblieb, wollten ihn die Beamten festnehmen. Womit sie nicht gerechnet hatten: Plötzlich warf der Mann einen Welpen weg, den er offensichtlich bei sich getragen hatte.

Verfolgungsjagd in Lünen: 23-Jähriger wehrt sich mit Schlägen

Die Polizisten versuchten daraufhin, den 23-Jährigen zu überwältigen. Der wehrte sich mit Schlägen und Stößen und konnte sich schließlich losreißen und in ein Waldgebiet fliehen.

Die weitere Suche blieb zunächst erfolglos, sogar ein herbeigerufener Hubschrauber konnte den Mann nicht aufspüren. Die Polizisten kümmerten sich zeitgleich um den Welpen. Der blieb unverletzt und wurde in ein Tierheim gebracht.

Verfolgungsjagd in Lünen: Polizei identifiziert 23-Jährigen

Vor Ort konnten die Beamten das Handy des Mannes und sein Auto sicherstellen. An dem waren Kennzeichen angebracht, die für ein anderes Fahrzeug zugelassen waren.

Die weiteren Ermittlungen führten aber schließlich doch zum Erfolg: Bei dem Flüchtigen handelt es sich um einen 23-Jährigen aus Lünen. Gegen ihn wir nun wegen Urkundenfälschung, Gefährdung des Straßenverkehrs und Angriffs auf Polizeibeamte ermittelt. Bei seiner Flucht verursachte er einen Schaden von rund 3.000 Euro.