Kamen bei Dortmund: Verdächtiger erklärt "Flaschenwurf" aus Partyzug

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In Kamen bei Dortmund wurde ein Kind mit einer Flasche lebensgefährlich verletzt. Es handelte sich wohl um einen Partyzug. Foto: Günter Benning/dpa

Kamen/NRW - Am Bahnhof in Kamen bei Dortmund ist ein zwei-jähriges Kind mit einer Glasflasche beworfen und dabei lebensgefährlich verletzt worden. Hier die Infos.

Ein zweijähriges Kind ist am Freitagmorgen (1. November) am Bahnhof in Kamen von einer Flasche aus einem Sonderzug getroffen und lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei Dortmund hat den Verantwortlichen gefunden.

  • Die Flasche flog in Kamen aus einem durchfahrenden Zug und traf das Kind am Kopf.
  • Um den Zug handelte es sich um einen Sonderzug von Köln nach Norderney.
  • Ein 31-jähriger Mann aus Moers wurde von der Polizei Dortmund als Tatverdächtiger ermittelt.

Kamen bei Dortmund: Verantwortlicher gefunden

Update, Montag (4. November), 17 Uhr: Der 31-Jährige aus Moers hat heute im Laufe des Tages seine Aussage korrigiert. Demnach hat er zugegeben, die Flasche aus dem Fenster geworfen zu haben. Dass sich der Zug in Durchfahrt durch den Bahnhof in Kamen befand, sei dem Mann nicht bewusst gewesen.

Update, Montag (4. November), 11.30 Uhr: Ein 31-Jähriger aus Moers konnte laut der Polizei als Verantwortlicher ermittelt werden. Der Zug wurde am Freitag (1. November) bereits von Ermittlern angehalten worden. Dabei wurden die Personalien der Fahrgäste aufgenommen.

Auf der Rückfahrt des Partyzugs von Norderney am Sonntag (3. November) stiegen zuständige Beamte der Dortmunder Polizei hinzu und suchten weiterhin einen Verantwortlichen und Zeugen.

Im Zuge der gestrigen Ermittlungen gab es erste Zeugenhinweise. Außerdem gab ein 31-Jähriger aus Moers an, der Verantwortliche zu sein. Laut ihm stand die Flasche nah an einem Fenster und flog hinaus, während er an einem naheliegenden Koffer hantierte.

Kamen bei Dortmund: Mann soll Flasche aus fahrendem Zug geworfen haben

Update, Montag (4. November), 8.05 Uhr: Nach Angaben der Polizei Dortmund sei der Ermittlungsaufwand im Fall des Flaschenwurfs vom Freitag immens gewesen. Ein Fahrgast hatte eine Whisky-Flasche aus einem fahrenden Zug geworfen und dabei ein zweijähriges Kind am Kopf getroffen.

Wie der Hellweger Anzeiger berichtet, sei die Stimmung an Bord des Partyzuges anschließend getrübt gewesen. Die DJs hätten die Musik im Tanzwagen abgedreht, habe ein Mitreisender berichtet. Als die Fahrt weiterging, sei die Musik nur noch gedämpft gelaufen.

Die Polizei Dortmund will heute (4. November) über weitere Ermittlungsergebnisse informieren.

Flasche wurde in Kamen aus fahrendem Zug geworfen

Update, Sonntag (3. November), 20.54 Uhr: Im Zuge von Zeugenbefragungen konnte ein 31-jähriger Mann als Tatverdächtiger aus dem Zug ermittelt werden. Dieser Mann wurde nach einer Vernehmung entlassen.

Update, Sonntag (3. November), 12.09 Uhr: Das Mädchen (2) ist außer Lebensgefahr, wie die Bild berichtet. Der Zustand sei nach einer Operation stabil.

Kamen bei Dortmund: Verletztes Kind außer Lebensgefahr

Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge hatte der Vater das Kleinkind (2) auf dem Arm, als er am dortigen Treppenaufgang am Bahnhof in Kamen zu einem Gleis hinaufgehen wollte.

Aus einem durchfahrenden Zug flog plötzlich eine Flasche und traf das zweijährige Mädchen am Kopf. Es ist unklar, ob die Flasche unglücklich aus dem Zug gefallen ist oder gezielt geworfen wurde, teilte ein Polizeisprecher mit.

Bahnhof Kamen: Partyzug erst in Greven bei Münster angehalten

Zunächst ist der Zug nach dem Vorfall weiter in Richtung Hamm gefahren. Erst am Bahnhof in Greven bei Münster wurde er gestoppt und für weitere Ermittlungen zum stehen gebracht.

Die Polizei Dortmund befragte Zeugen und sicherte Spuren im Zug. Außerdem wurden die Personalien von allen Fahrgästen durch die Polizei aufgenommen auf. Eine Ermittlungskommission hat jetzt die weitere Bearbeitung übernommen.

Kamen bei Dortmund: Kind schwebt in Lebensgefahr - Zeugen gesucht

Bei dem Zug handelte es sich um einen Sonderzug - einen sogenannten Partyzug. Er war von Köln auf den Weg nach Norderney und soll rund 500 Passagiere transportiert haben.

Das Mädchen (2) befindet sich derzeit in einem Krankenhaus. Es bestehe akute Lebensgefahr für das Kind, hieß es am frühen Freitagabend. Die Kriminalwache der Polizei Dortmund nimmt unter 0231/132 7441 Hinweise entgegen.

In Kamenist die Feuerwehr zu einem Brandin einem Mehrfamilienhaus ausgerückt: Im Kellerdes Hauses war ein Feuer ausgebrochen. Brennende Abfälle waren der Grund und sorgten für eine große Rauchentwicklung. mit dpa-Material