Bild: Christoph Daum/RUHR24(Foto&Montage)

Nach Duisburger Vorbild soll es bald auch in Bergkamen besondere Ampelmännchen geben: Römer und Bergmann. Am Donnerstag (11. April) stimmt der Stadtrat darüber ab. Die Standorte stehen bereits fest.

Bei Rot stehen, bei Grün gehen: Der alte Spruch stimmt noch immer, auch wenn einige Ampelmännchen bald wohl anders aussehen. In Bergkamen sollen an fünf Kreuzungen zwei neue Motive den Verkehr regeln.

Dabei bekommt fast jeder Stadtteil eine eigene Ampel. Das Besondere: An der Kreuzung Jahnstraße und Römerberg ist bald wohl ein ganz neues Symbol zu sehen: Der Römer. Grund dafür ist die Nähe zum Römerlager in Oberaden.

In Bergkamen gibt es bald einen Römer als Ampelmännchen zu sehen. Grafik: Stadt Bergkamen

Bergmann in vier Stadtteilen

An vier weiteren Kreuzungen in Oberaden, Weddinghofen, Mitte und Rünthe soll hingegen der Bergmann den Fußgängern zeigen, wann sie über die Straße dürfen. Auch dabei hatte die Stadt Bergkamen auf den örtlichen Bezug geachtet.

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Deshalb geht Overberge wohl auch leer aus. Weil kein „lokaler Bergbaubezug“ bestehe, gebe es hier auch keinen Vorschlag für eine Kreuzung, steht in der Beschlussvorlage des Stadtrats.

Ampelmännchen an fünf Kreuzungen

An diesen Kreuzungen sollen die neuen Ampelmännchen bald zu sehen sein:

Anlass für die neuen Ampeln war das Ende des Steinkohle-Bergbaus in NRW 2018. Mehrere Kommunen hatten beim Verkehrsministerium angefragt, ob alternative Symbole erlaubt seien.

Das sind sie, aber mit einem Haken: „Die Kommunen sollten hierbei jedoch beachten, dass es durch die abweichende Gestaltung nicht zu einer Gefährdung von Verkehrsteilnehmern kommt.“

Sofern Kommunen also ein abweichendes Ampelmännchen einführen, haften sie für Schäden, die auf die abweichende Gestaltung zurückzuführen sind. Aus diesem Grund etwa ziert sich die Stadt Bochum noch, ebenfalls einen Bergmann auf die Ampeln zu kleben.

Designt wurden die Ampelmännchen zusammen mit einer Agentur. Kostenpunkt der (PR-)Aktion: Rund 13.000 Euro.