Ermittlungen laufen weiter

Tödlicher Unfall im Chemiepark Marl: Erste Details sind bekannt

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Im Chemiepark Marl kam es zu einem tödlichen Unfall.

Bei einem Unfall im Chemiepark Marl (Kreis Recklinghausen) ist am Samstag (11. Januar) ein Arbeiter gestorben. Zu dem Vorfall gibt es jetzt erste Details.

  • Es ist nicht das erste Mal, dass es im Chemiepark Marl zu einem Unglück kommt.
  • Explosionen und Feuer sorgten in der Vergangenheit für Schlagzeilen.
  • Jetzt kam bei einem Unfall ein Mann ums Leben, zwei weitere verletzten sich.

Marl - Update, Montag (13. Januar), 21.15 Uhr: Nach dem tödlichen Unfall im Chemiepark Marl laufen die Sortierbänder bei der Firma Alba wieder. Das berichtet 24vest.de. Jetzt sind jedoch erste Hintergründe des Unfalls bekannt geworden.

Demnach soll es sich bei dem Toten um einen 63-jährigen Arbeiter einer Fremdfirma aus Leipzig handeln. Er soll bei dem Unfall am Samstag auf eines der Förderbänder geraten und dabei verunglückt sein. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an.

Derweil hat es in einem Chemiepark in Spanien eine riesige Explosion gegeben. Mehrere Arbeiter sollen dabei verletzt worden sein.

Chemiepark Marl: Tödlicher Unfall am Samstagmittag

Ursprungsmeldung: Wie der Chemiepark Marl (Kreis Recklinghausen/NRW) am Samstag mitteilt, ist dort am Mittag gegen 13 Uhr bei einem Unfall ein Arbeiter tödlich verunglückt. Der Mann sei bei Wartungsarbeiten ums Leben gekommen.

Der genaue Unfallort war die Leichtverpackungssortieranlage der Alba Recycling GmbH im Chemiepark Marl. Bei dem tödlich verunglückten Arbeiter handelt es sich um einen Fremdfirmenmitarbeiter, der im Auftrag der Firma Alba in der Anlage gearbeitet hatte.

Nach ersten Angaben der Polizei war der Mann auf das Band der Müllsortierungsanlage gelangt. Weitere Angaben zum Hergang des Unfalls oder zu dem Verunglückten sind bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen der Polizei sind noch nicht abgeschlossen. Hinweise auf ein Fremdverschulden, etwa durch andere Arbeiter, gebe es bislang keine.

Chemiepark Marl: Zwei weitere Mitarbeiter wurden leicht verletzt

Wie der Chemiepark Marl weiter mitteilt, gab es bei dem Unfall auch noch zwei weitere Verletzte. Ein weiterer Fremdfirmenmitarbeiter und ein Mitarbeiter der Anlage erlitten bei dem Vorfall leichte Verletzungen. Sie wurden zur weiteren Behandlung in die Paracelsusklinik nach Marl-Hüls gebracht.

Rettungskräfte haben sich vor Ort um die Verletzten gekümmert. Außerdem wurden die Behörden informiert, die entsprechende Vertreter zum Chemiepark geschickt haben, um vor Ort die Lage zu klären. Die Sozialberatung des Chemieparks Marl betreute die in der Alba-Anlage befindlichen Mitarbeiter und die Einsatzkräfte vor Ort.

Chemiepark Marl: Große Explosion vor acht Jahren

Der Chemiepark in Marl ist einer der größten seiner Art in Deutschland. Er befindet sich am Rande des Ruhrgebiets in der des Kreises Recklinghausens angehörigen Stadt Marl. Rund 10.000 Mitarbeiter sind dort angestellt. Eines der größten ansässigen Unternehmen ist Evonik Industries. 

Am 31. März 2012 kam es im Chemiepark Marl zu einer schweren Explosion, die eine riesige schwarze Rauchwolke verursacht hatte. Auch in der Leichtverpackungssortieranlage von Alba kam es schon zu einem Vorfall: im vergangenen Jahr entfachte dort ein Feuer. Im Anschluss daran wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.