Recklinghausen: Ruhestörung endet mit tödlichem Schuss - durch die Polizei

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Recklinghausen: Ruhestörung endet mit tödlichem Schuss durch die Polizei

Kreis Recklinghausen/NRW - Der Einsatz in Recklinghausen sah nach Routine aus. Eine Frau hatte die Polizei wegen Ruhestörung gerufen.Dann endete der Fall mit einem tödlichen Schuss.

Zunächst sah es in Recklinghausen nach einem Routine-Einsatz der Polizei aus. Eine Nachbarin hatte die Beamten am Mittwochabend (30. Oktober) wegen Ruhestörung gerufen. Dann wendete sich das Blatt - mit tödlichen Folgen.

  • Am Mittwochabend rief eine Frau aus Recklinghausen die Polizei wegen Ruhestörung.
  • Als die Polizisten eintrafen, ging ein Mann mit einem Messer auf sie los.
  • Daraufhin schossen sie ihm ins Bein.

Polizei Recklinghausen rückt wegen Ruhestörung aus

Am späten Abend ging der Anruf bei der Polizei in Recklinghausen ein: Eine Frau beschwerte sich über ihren Nachbarn wegen Ruhestörung. Er randaliere in seiner Wohnung.

Vier Beamten machten sich auf den Weg zum Einsatzort, um den Fall zu überprüfen und gegebenenfalls die Ruhestörung zu beenden. Also sie an dem Mehrfamilienhaus eintrafen, kam ihnen der lärmende Nachbar auch schon entgegen. Allerdings mit einem Messer bewaffnet, wie der WDR berichtet.

Ruhestörung in Recklinghausen: Polizei wird mit Messer bedroht

Die Polizei forderten den 45-jährigen Mann aus Recklinghausen mehrfach auf, das Messer wegzulegen. Doch das habe den Angreifer wenig gestört. So soll er weiter mit der Klinge herumgefuchtelt haben. Und es schien, als wolle er die Beamten angreifen.

Daraufhin schoss ein Polizist. Die Kugel traf den Mann ins Bein und durchschlug die Arterie. Der 45-Jährige wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht.

Dort kam für den Mann jede Hilfe zu spät - nicht so wie in dem Fall in Marl. Auch hier hatte ein 27-Jähriger die Polizei mit einem Messer bedroht, woraufhin diese ihm ins Bein schossen. Für ihn bestand jedoch keine Lebensgefahr.

Polizist gibt in Recklinghausen tödlichen Schuss ab

Er starb im Krankenhaus an den Folgen des tödlichen Schusses. Nun wurde in dem Fall der folgenschweren Ruhestörung eine Mordkommission eingerichtet.

In solchen Fällen ist es ein gängiges Verfahren, dass aus Neutralitätsgründen nicht die zuständige Polizeidienststelle die Ermittlungen übernimmt, sondern ein anderes Kommissariat. In Recklinghausen ermittelt nun die Polizei Dortmund und die Staatsanwaltschaft.

Warum der Mann mit einem Messer bewaffnet war und was er zuvor in seiner Wohnung veranstaltet hatte, dass die Nachbarin sich wegen Ruhestörung gezwungen fühlt die Polizei einzuschalten, ist noch unklar.

Trotzdem gibt es auch schöne Nachrichten aus Recklinghausen. Im Zuge vom Fest "Recklinghausen leuchtet" wurde ein Weltrekord im Vorlesen gebrochen. Ganze 485 Stunden. Nicht schlecht.