Kein Vorbild: Nach friedlicher Gegendemo eskaliert Situation zwischen Kurden und Türken erneut

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Demonstration für "Moralische Unterstützung für das türkische Volk". Foto: Ronald Wittek/dpa

Kreis Recklinghausen/NRW - In Recklinghausen hat am Sonntagabend eine Demonstration stattgefunden. Die Teilnehmer forderten "Moralische Unterstützung für das türkische Volk".

Nachdem am Sonntagabend (20. Oktober) in Recklinghausen eine friedliche Demonstration stattgefunden hat, die eine "Moralische Unterstützung für das türkische Volk" forderte, kam es am Tag darauf erneut zu Ausschreitungen zwischen Kurdenund Türken.

  • Die Kundgebung in Recklinghausen forderte Unterstützung für die Türkei.
  • Die Demonstration verlief ruhig.
  • Die Kundgebung war eine Reaktion auf prokurdische Demonstrationen der vergangenen Tage.

Recklinghausen: 500 Menschen demonstrieren für die Unterstützung der Türkei

Als Reaktion auf etliche prokurdische Demonstrationen und Kundgebungen in den vergangenen Tagen, demonstrierten am Sonntagabend knapp 500 Personen für die "Moralische Unterstützung für das türkische Volk", wie 24vest.de berichtet. Doch obwohl diese Demonstration friedlich verlief, kam es in Herne bereits am Tag darauf erneut zu Ausschreitungen.

Den Bereich für die Demonstration in Recklinghausen sperrte die Polizei weiträumig ab. Ein Zug durch die Stadt oder etwa in Richtung Rathaus wurde den Teilnehmern untersagt. Grund dafür war auch "Recklinghausen leuchtet", das zeitgleich stattfand. Die Kundgebung sollte dieses Event nicht beeinträchtigen.

Die Kundgebung in Recklinghausen verlief friedlich

Die Polizei sei mit einem Großaufgebot vor Ort gewesen. Bei der protürkischen Demonstration in Recklinghausen habe es jedoch keine Ausschreitungen gegeben.

Ganz anders verlief das Aufeinandertreffen von Kurden und Türken am Tag darauf in Herne. Mit Holzlatten, Schreckschusspistolen und Messern gingen die Beteiligten aufeinander los.

Schon in den Tagen vor der Demonstration in Recklinghausen hatte es Demonstrationen von kurdischer Seite gegeben. Sie wollten ein Zeichen gegen die Militäroffensive der Türkei in Syrien setzen. Bei einigen war es dabei - wie auch am 21. Oktober - zu Ausschreitungen gekommen.

In Herne eskalierte Situation mehrmals

Allein am 14. Oktober gingen knapp 350 Kurden auf die Straße und unternahmen einen Zug durch die Stadt. Dann eskalierte die Situation. Die teilnehmenden Demonstranten seien provoziert worden.

Aus einem türkischenCafé soll eine Flasche in Richtung der kurdischen Versammlungsteilnehmer geworfen worden sein. Darauf zeigten sich einige Teilnehmer gewaltsam. Viele Kurdenhaben Familienangehörige im Kriegsgebiet und sind in großer Sorge um diese.