Internationale Razzia gegen Cyberkriminalität: Durchsuchungen auch in NRW

Bei einer Razzia wurden am Dienstag (20. August) Objekte in neun Bundesländer durchsucht - auch in Dorsten. Symbolbild: Christian Butt/TNN/dpa
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Bei einer Razzia wurden am Dienstag (20. August) Objekte in neun Bundesländer durchsucht - auch in Dorsten. Symbolbild: Christian Butt/TNN/dpa

Kreis Recklinghausen/NRW - Plötzlich rollten am Morgen zahlreiche Einsatzfahrzeuge durch Dorsten: Bei einer Razzia wurde auch ein Gebäude im Stadtteil Rhade durchsucht. Darum geht es:

Am Dienstag (20. August) wurde es plötzlich hektisch im sonst so beschaulichen Dorf Rhade bei Dorsten. Mehrere Fahrzeuge des Landeskriminalamts kamen in den Ort - als Teil einer Razzia gegen Cyberkriminalität.

  • Am Dienstag (20. August) fand unter anderem in Dorsten (Kreis Recklinghausen) eine Razzia statt.
  • Zeitgleich durchsuchte die Polizei Objekte in neun Bundesländern.
  • Es geht dabei unter anderem um Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Update, Dienstag (20. August), 15.01 Uhr: Bei der Razzia am Dienstagmorgen hat die Polizei nach eigenen Angaben die frei im Internet zugängliche Sprengstoff-Plattform "xplosives.net" stillgelegt. Das berichtet die dpa.

Der Server des Netzwerks und zahlreiche Datenträger seien beschlagnahmt worden, hieß es von der Polizei in einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag. Bei "xplosives.net" seien Anleitungen zum, Bau von Bomben und Kriegswaffen sowie zur Herstellung von Sprengstoff frei verfügbar gewesen.

Polizei stellt bei Razzia Sprengstoff sicher

Die Durchsuchungen begannen laut dpa am Dienstagmorgen gegen 4.30 Uhr gleichzeitig in neun Bundesländern sowie in Litauen und Kroatien. Es seien Sprengstoff und Rauschgift sichergestellt worden.

Die Ermittlungen richten sich gegen 22 deutsche Männer zwischen 17 und 55 Jahren. Verhaftet wurde bei der Razzia keiner von ihnen. Hinweise auf extremistische Gesinnungen der Verdächtigen gebe es nicht.

Update, Dienstag (20. August), 14.25 Uhr: Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, fanden neben Dorsten auch Durchsuchungen in Baden-Württemberg, Bayern und Thüringen statt. Laut dem Norddeutschen Rundfunk waren an den Maßnahmen in neun Bundesländern rund 1.000 Einsatzkräfte beteiligt gewesen.

Erstmeldung, Dienstag (20. August), 10.40 Uhr: Koordiniert wurde der Einsatz von der Polizei Göttingen (Niedersachsen). Daran beteiligt waren Einsatzkräfte in neun Bundesländern sowie in Litauen und Kroatien beteiligt. Das bestätigte eine Sprecherin der Polizei RUHR24.

Polizei will am Nachmittag Informationen zur Razzia in Dorsten veröffentlichen

Genauere Angaben zu den Verdächtigen machte die Polizei zunächst nicht. Weitere Informationen dazu will sie am Nachmittag in einer Pressekonferenz bekannt geben.

Hintergrund der Razzia waren Ermittlungen zu Straftaten im Bereich der Cyberkriminalität. Konkret geht es dabei laut Polizei um Verstöße gegen das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Sprengstoffgesetz und das Betäubungsmittelgesetz.

Immer wieder ging die Polizei im Ruhrgebiet in der Vergangenheit mit Razzien gegen die Organisierte Kriminalität vor. Im Fokus standen dabei unter anderem kriminelle Clans. mit dpa-Material

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