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Weil bei der Nordwestbahn Lokführer fehlen, müssen viele Pendler seit Montag am Niederrhein und im Münsterland auf Busse umsteigen. Auf insgesamt vier Strecken setzt das Bahnunternehmen bis Ende April bei zahlreichen Verbindungen Schienenersatzverkehr ein.

Fahrgäste müssen längere Fahrzeiten einplanen

Bei der Nordwestbahn fallen seit Wochen aufgrund deutlicher Unterbesetzung und zu vieler kranker Lokführer Züge aus. Mit einem Ersatzfahrplan soll ein verlässliches Angebot geschaffen werden, auch wenn die Fahrgäste längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen müssten, sagte ein Sprecher gegenüber der dpa.

Zum Ärger der Fahrgäste seien die Züge bisher meist kurzfristig ausgefallen. Weicht man auf den Bus aus, braucht man etwa doppelt so viel Zeit. Ende Januar hatte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr die Nordwestbahn wegen der anhaltenden Mängel abgemahnt.

Ersatzplan bis Ende April

Die Züge der RB 36 zwischen Duisburg-Ruhrort und Oberhausen werden bereits seit vergangener Woche vollständig mit Bussen ersetzt. Auf der RB 44 zwischen Dorsten und Oberhausen fahren Züge nun nur noch im zwei Stunden Takt, der Rest wird mit Bussen aufgefangen. Der RB 45 zwischen Coesfeld und Dorsten wendet frühzeitig in Maria Veen. Von und bis Coesfeld fährt stattdessen ein Bus.

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Vor allem vormittags werden auch mehrere Verbindungen des RB 31 zwischen Duisburg und Xanten nur mit Bussen bedient. Erst Ende April will die Nordwestbahn wieder auf den regulären Fahrplan umsteigen: Dann endet ein Lehrgang für Lokführer. Mit dpa-Material.