Bild: Volker Hartmann/dpa

Erst fuhr er sie an, danach überrollte der Rentner sie zweimal mit seinem Auto: Ein 77-Jähriger Dorstener akzeptiert nun seine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung.

Die umstehenden Menschen sollen geschrien haben, doch der Rentner fuhr am 15. Februar 2018 einfach weiter. Eine Frau, die samt Einkaufswagen gerade die Straße überquert hatte, stürzte zu Boden, als er sie rammte und wurde danach sowohl von dem Vorderrad als auch von dem Hinterrad seines Wagens überrollt.

Zahlreiche Knochen waren gebrochen. Laut der Dorstener Zeitung hatte die 57-Jährige Mutter und Großmutter keine Chance zu überleben.

Todesfahrer fand Urteil ungerecht

Der 77-Jährige fuhr eigentlich langsam über den Rewe-Parkplatz. Er guckte zur anderen Seite, hielt Ausschau nach einem geeigneten Parkplatz. Und dachte nicht, dass er gerade einen Menschen überfahren hat.

Das Amtsgericht Dorsten verurteilte ihn im August dafür zu einer einjährigen Haftstrafe auf Bewährung. Der Rentner fand das Urteil ungerecht, er ging in Berufung. Eine Geldstrafe, fand er, sollte reichen.

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Der Berufungsrichter sah das allerdings anders. Eine Geldstrafe schloss er aus. Nun gab der 77-Jährige auf, zog die Berufung zurück und akzeptierte sein Urteil.