ADAC rät zum Einspruch

Knöllchen fürs Parken auf Seitenstreifen in Datteln: Der Grund überrascht

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In Datteln gab es jetzt ein Knöllchen fürs Parken auf dem Seitenstreifen (Symbolbild).

In Datteln hat ein Autofahrer jetzt ein Knöllchen fürs Parken auf einem Seitenstreifen kassiert. Die Begründung der Stadt ist eher ungewöhnlich und ruft den ADAC auf den Plan.

Weil sein breiter Audi nicht komplett auf den Parkstreifen an der Castroper Straßen in Datteln (Kreis Recklinghausen) passt, standen die Reifen auf der Beifahrerseite schon auf dem sogenannten Sicherheitsstreifen in Richtung des Fahrradwegs. Dafür gab es ein 20 Euro teures Knöllchen von der Stadt Datteln. 

"Sie bieten Parkplätze an, auf die kein Auto passt und kassieren dann täglich kräftig ab", kritisiert Ingo Wassermann im Gespräch mit 24VEST.de*. Der Dattelner spricht von "Abzocke". Die Seitenstreifen an der B235, der Hauptverkehrsader in Datteln, sind nur 1,70 Meter breit. 

Aus Sicht der Stadt ist der Fall eindeutig: Wer ein Fahrzeug habe, das nicht auf den Streifen passe, müsse woanders parken. Der ADAC rät dazu, in solchen Fällen Einspruch einzulegen. Eine so geringfügige Überschreitung sei als "geringfügig, und daher nicht ahndungswürdig einzustufen", heißt es aus der juristischen Abteilung des Automobilclubs. 

fho

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