ARD will Netflix und Co. mit neuen Mystery-Serien Konkurrenz machen

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ARD-Mediathek. Foto: dpa

Die ARD will künftig auch jüngere Zuschauer erreichen und deshalb wohl neue Serien in der Mediathek zeigen. Netflix ist damit bereits weiltweit erfolgreich.

Die ARD will zukünftig nicht mehr nur die Zuschauer vor dem TV erreichen, sondern ähnlich wie Netflix, mehr Serien als Streamingdienst online anbieten.

  • Die ARD will wohl mehrere Millionen Euro zahlen, um neue Serien in der Mediathek zu zeigen.
  • Dadurch sollen vor allem junge Leute öfters den öffentlich-rechtlichen Streamingdienst statt Netflix nutzen.

ARD will 20 Millionen Euro für Streamingdienst ausgeben

Portale wie Netflix und Amazon Prime begeistern mittlerweile weltweit die Nutzer mit einem großen Angebot an Filmen und Serien. Da will das öffentlich-rechtliche Fernsehen nun mitmischen.

Denn laut einem Bericht des Online-Magazins Digitalfernsehen will die ARD nun 20 Millionen Euro investieren, um neue Formate in der Mediathek anzubieten. Dabei sollen vor allem weitere eigene Serienproduktionen hinzu kommen. So sollen beispielsweise auch Fans von Sci-Fi und Fantasy auf ihre Kosten kommen.

Netflix bereits beliebter bei Zuschauern als Serien im TV

Aktuell können sich Zuschauer online bei der ARD vor allem bereits gesendete Beiträge, wie das spezielle Duell der beiden NRW-Jäger aus "Gefragt Gejagt", anschauen. Doch um auch jüngere Leute zu erreichen, plant der TV-Sender deshalb nun den Umbruch. Dadurch sei das Unternehmen unabhängiger von Einschaltquoten, heißt es zur Begründung.

Zudem wolle der TV-Sender auch einige Lizenzen erwerben, um externe Produktionen anzubieten. Welche Formate künftig dann in der Mediathek verfügbar sein sollen, steht bislang noch nicht fest.

Dass diese Änderung notwendig ist, zeigt eine Studie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster mit der Unternehmensberatung Roland Berger. Demnach ist Netflix mittlerweile vor allem beim jungen Publikum in Deutschland die beliebteste Option, um Serien und Filme zu schauen.

Diese Studie wurde jedoch von der ARD kritisiert, da die Erhebung nicht repräsentativ genug sei. Zudem sollen Angaben fehlen, wie Heise schreibt.

Übrigens bekommt ARD-Moderator Jan Hofer regelmäßig Drohungen und sogar Morddrohungen. Mittlerweile geht der 69-Jährige allerdings gelassen damit um.

Am Sonntag (27. Oktober) konnten User von Unitymedia kein Netflix schauen. Eine massive Störung legte das Internet lahm. Die User zeigten ihren Unmut in den Sozialen Medien.