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Bodycams sollen die Arbeit der DB-Security sicherer machen. In Köln hat ein Test gute Ergebnisse geliefert. Jetzt sollen Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn auch in Dortmund Kameras an ihren Uniformen mit sich führen.

Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn gehen ab sofort in Essen, Dortmund und Düsseldorf mit Bodycams in den Einsatz. Das hat das Unternehmen am Montag (3. Dezember) mitgeteilt.

Nachdem sie in Köln bereits seit Oktober 2017 Bodycams tragen, kommen die Kameras nun in NRW an insgesamt vier Bahnhöfen und auf verschiedenen Nahverkehrslinien im Raum Köln zum Einsatz.

DB Sicherheitskraefte mit Bodycams. Foto: Deutsche Bahn / Castagnola
DB-Sicherheitskräfte mit Bodycams. Foto: Deutsche Bahn/CastagnolaDB

Hans-Hilmar Rischke, Sicherheitschef der Deutschen Bahn, zieht Bilanz zum Einsatz der Bodycams im Kölner Hauptbahnhof: „Unsere Erfahrungen sind durchweg positiv: Sicherheits-Teams mit Bodycams wurden in der Vergangenheit nicht ein einziges Mal angegriffen.“

Bodycams liefern Beweismaterial

Neben der Verhinderung von Angriffen auf Bahn-Mitarbeiter sollen die Bodycams laut Rischke auch zur Sicherung von Beweismetarial dienen.

Am Kölner Hauptbahnhof hat ein Test mit den Kameras gute Ergebnisse geliefert. Dort konnte die Bahn seit Oktober 2017 über 100 brenzlige Situation beruhigen – nur durch das Einschalten der Kameras. Damit sind Sicherheitskräften allein in Köln bis zu 100 mögliche Angriffe erspart geblieben.

In einigen Fällen wurde Videomaterial von den Polizeibehörden ausgelesen. Ein präventiver Effekt gehe laut Deutscher Bahn vom eingebauten Monitor aus, der einem Angreifer das eigene Verhalten zeigt.

Einsatz nachts und am Wochenende

„Insbesondere abends, nachts und am Wochenende sowie bei Veranstaltungen und Sportereignissen haben sich die Geräte zum Schutz der Mitarbeiter bewährt“, heißt es in einer  Pressemitteilung der Bahn.

In NRW sind nunmehr insgesamt 60 Sicherheitskräfte für den Einsatz mit Bodycams geschult. Bei Zweierstreifen trägt in der Regel ein Mitarbeiter die kleine Kamera an der leuchtend gelben Weste mit dem deutlich erkennbaren Schriftzug „Video“.

Verschlüsselte Speicherung

Die Aufzeichnungsfunktion der Bodycams wird nur in eskalierenden Situationen und nach deutlicher Ansage aktiviert. Die Aufzeichnungen werden verschlüsselt gespeichert und auf geschützte Server übertragen. Nur die Bundespolizei hat darauf Zugriff, wie es von der DB heißt.

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Die Auswertung des Trageversuchs und die Konzeption des Einsatzes sei demnach in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Datenschutzbehörden entstanden.

Info: Bodycams ergänzen die Videotechnik in Bahnhöfen und Zügen. Aktuell betreibt die DB bundesweit rund 7.000 Videokameras auf rund 1.000 Bahnhöfen, 20 Prozent mehr als 2016. Etwa 31.000 Kameras sind in Zügen des Regional- und S-Bahnverkehrs installiert. Sicherheitskräfte mit Bodycams sind bisher in Berlin, München, Nürnberg, Hamburg und Frankfurt am Main im Einsatz.