Bild: Florian Forth/RUHR24

Der Zoo Dortmund soll bis 2023 zahlreiche neue Gehege bekommen. Rund 31 Millionen Euro soll das Kosten. Damit sollen auch die Besucherzahlen steigen.

Der Zoo Dortmund plant eine große Umbauaktion. Rund 40 Tiergehege und Anlagen des Zoos sollen bis 2023 auf den neuesten Stand gebracht werden.

Kosten soll das rund 31 Millionen Euro. Das gab der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Zoo bekannt.

Frank Brandstätter (rechts), Direktor des Zoos Dortmund, berichtet Oberbürgermeister Ullrich Sierau von den Neuerungen. Florian Forth/RUHR24
Frank Brandstätter (rechts), Direktor des Zoos Dortmund, berichtet Oberbürgermeister Ullrich Sierau (mitte) von den Neuerungen. Florian Forth/RUHR24

Geplant sei es, für die Besucher, aber auch die rund 1.500 Tiere und 49 Tierpfleger die bestmögliche Umgebung zu schaffen, sagte Zoodirektor Brandstätter.

Das sind die größten Umbauten:

Nashörner auf der Südamerikawiese

Hier sollen künftig Tapire, Nashörner, Capybaras und Mähnenwölfe zusammenleben. Die Ställe sollen naturnah und mit begrünten Dächern gebaut werden. Die Baugenehmigung liegt noch nicht vor.

Robben bekommen neue Becken

Die neue Anlage für die Robben soll ein Highlight werden. Der 2018 erneuerte Bereich wird Teil der neuen Anlage. Die Planung läuft bereits. Der historische Nordteil der Zoos soll erhalten bleiben.

Die Seehunde bekommen ebenfalls ein neues Gehege. Foto: Florian Forth/RUHR24
Die Seehunde bekommen ebenfalls ein neues Gehege. Foto: Florian Forth/RUHR24

Anlage für die Bären wird größer

Die Bären sollen mehr Platz bekommen. Deshalb wird ein derzeit ungenutzter Teil hinter dem bestehenden Gehege umgebaut. Der Förderverein Kinder und Zoo Dortmund unterstützt das. Spatenstich: Voraussichtlich im Herbst 2019.

Dieser Bereich soll künftig zum Bärengehege gehören. Foto: Florian Forth/RUHR24
Dieser Bereich soll künftig zum Bärengehege gehören. Foto: Florian Forth/RUHR24

Raubtierhaus soll Gang mit Glasfront bekommen

Das Raubtierhaus wird ebenfalls saniert. Neu für die Besucher: Ein Übergang der Außenanlage soll direkten Blickkontakt mit den Löwen ermöglichen. Hier wird bereits gebaut.

Erste Anlagen sind bereits fertig

Seit dieser Woche bewohnt ist das Haus der Larvenroller, einer Schleichkatzenart aus Südostasien. An der Australienvolière können Besucher künftig die Sittiche füttern.

Das Haus der Larvenroller ist seit Mitte Mai bewohnt. Foto: Florian Forth/RUHR24
Das Haus der Larvenroller ist seit Mitte Mai bewohnt. Foto: Florian Forth/RUHR24

Auch der Waldkiosk und die Toiletten am Spielplatz bekommen ein Makeover. Bereits fertig ist die Ibisvolière.

Zoo Dortmund hofft auf mehr Besucher

Von dem Konzept „Zoo Dortmund 2023″ erhofft sich der Zoo auch mehr Besucher. Im vergangenen Jahr kamen laut Zoodirektor Frank Brandstätter rund 480.000 Menschen. Künftig sollen es mehr als 500.000 sein.

Die Besucherzahlen seien aber seit Eröffnung des Zoos im Jahr 1953 konstant geblieben, so Brandstätter.

Aktuelle Top-Themen:

Die Eintrittspreise von derzeit 8 Euro für Erwachsene (Ermäßigt: 4,50 Euro) sollen dabei laut OB Sierau „stabil“ bleiben. Das Geld für den Umbau sei bereits vorhanden und müsse nicht durch Eintrittsgelder wieder reingeholt werden.

Dennoch gehe er davon aus, dass das eine oder andere Gehege etwas teurer werden könne, als derzeit geplant.

Info

Der Zoo Dortmund hat derzeit rund 60 Mitarbeiter. 49 davon sind Tierpfleger. Außerdem gibt es Handwerker, Zoologen, Verwaltungsmitarbeiter und Azubis.

Im Mai 1953 wurde der Dortmunder Zoo als Tierpark eröffnet. Zur Jahrtausendwende wurde er in „Zoo Dortmund“ umbenannt.