Es krabbelt und kriecht

Zoo Dortmund: Neue Tiere und modernes Gehege für Raubtiere kommt - andere Tiere müssen weichen

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Die Kaiserskorpione sind frisch im Zoo Dortmund eingezogen. Foto: Stadt Dortmund

Im Zoo in Dortmund tut sich einiges: Neue exotische Tiere ziehen ein und außerdem wird ein Gehege erneuert. 

  • Die Vitrine im Nashornhaus wird ab sofort anderweitig genutzt. 
  • Ein Gehege im Zoo Dortmund soll bis 2022 rundum erneuert werden. 
  • Außerdem dürfen Besucher sich auf einen modernen Kiosk freuen. 

Dortmund - Im Zoo in Dortmund tut sich derzeit einiges: Neue Bewohner sind in unmittelbarer Nähe der Nashörner eingezogen. Eine andere Attraktion soll in den nächsten Jahren fertiggestellt werden. 

Zoo Dortmund: Skorpionarium öffnet seine Pforten 

Die Nashörner haben seit neuestem nicht nur zuckersüßen und Ball spielenden Nachwuchs, sondern auch noch krabbelnde Nachbarn: In der alten Vitrine im Nashornhaus sind Skorpione eingezogen, wie die Pressestelle der Stadt Dortmund berichtet. Vorher war diese durch einen ausgestopften Elefanten als Leihgabe des Museums für Naturkunde in Dortmund, belegt. 

Der Zoo wollte darin allerdings wieder lebende Tiere präsentieren, also wurde der Glaskasten aufwändig renoviert. Die Vitrine wurde mit einem Ausschnitt einer afrikanischen Landschaft neu gestaltet und beherbergt ab sofort eine Gruppe Kaiserskorpione. Die Skorpionart ist mit einer Länge von 20 cm und einem Gewicht von 30 Gramm eine der größten der Welt. 

Kaiserskorpione im Zoo Dortmund stehen unter Artenschutz 

Die Besucher können die Spinnentiere in zwei einsehbaren, künstlichen Höhlen beobachten und sie sogar mit Schwarzlicht zum Leuchten bringen: Die Skorpione schimmern unter diesem besonderen Licht bläulich. 

Die Kaiserskorpione sind frisch im Zoo Dortmund eingezogen. 

Früher waren die Kaiserskorpione oft in Tiergeschäften vertreten, doch durch den häufigen Import der Tiere wurde die Zahl in ihrer Herkunftsregion Westafrika immer geringer. Deswegen sind die Skorpione in das Washingtoner Artenschutzabkommen aufgenommen worden. Das sieht vor, dass Handel mit den dort aufgelisteten Tieren nur bestimmten Bedingungen stattfinden darf oder sogar gänzlich verboten ist. 

Zoo Dortmund: Neues Gehege soll in zwei Jahren fertig sein

Doch nicht nur aus der Nashorn-Nachbarschaft gibt es Neuigkeiten, auch bei beliebten Raubtieren des Zoos soll es schon bald Änderungen geben: Das Robbengehege soll bis einschließlich 2022 auf Vordermann gebracht werden. 

Der gesamte Aufbau des Territoriums der Robben soll sich ändern. Dazu kommen ein neuer Kiosk sowie eine barrierefreie WC-Anlage im umliegenden Gebiet. Es entstehen Gesamtkosten in Höhe von 12,39 Millionen Euro. Besucher sollen die prachtvollen Säugetiere zukünftig von einer Tribüne aus oder durch ein großes Panoramafenster beobachten können. 

Zoo Dortmund: Tiere müssen für neues Gehege weichen

Das Gehege der Robben sei im Zoo Dortmund, der in der Corona-Krise viele Patenschaften vermittelt hat, eines der beliebtesten. "Seit 60 Jahren geht im wahrsten Sinne des Wortes für keine Besucherin und keinen Besucher der Weg an der Robbenanlage mit den Kalifornischen Seelöwen und Südamerikanischen Seebären vorbei. Die Schaufütterungen haben Kultstatus", erläutert Stadträtin Birgit Zoerner auf der Website der Stadt Dortmund

Für das neue Mega-Gehege müssen andere Tiere allerdings aus dem Zoo weichen: Die nah untergebrachten Nutrias gelten als invasive Art, ihre Haltung ist langfristig nicht mehr gestattet. Stattdessen entsteht in ihrem Gebiet eine Stallanlage für die Robben, die direkt an die neue Wasserzone angebunden wird. 

Robbengehege im Zoo Dortmund soll naturnah gestaltet werden 

Die Anlage soll im Rahmen der Modernisierung außerdem den aktuellen Haltungsrichtlinien angepasst werden. Dazu zählen unter anderem die Vergrößerung des Areals um mehr als ein Drittel und eine Erneuerung der Salzwasser-Becken.

Video: Dortmund: Deutschlands ältestes Nashorn wird 50

Nicht nur der runde Geburtstag des Nashorns ist für den Zoo in Dortmund ein Grund zum Feiern, sondern die komplette Neugestaltung des Robben-Areals. Denn neben dem Gehege selbst wird auch der Besucher-Bereich auf Vordermann gebracht.

Der alte Eiscontainer im Robben-Bereich soll durch einen großen,modernen Kiosk auf dem heutigen Weg an der Nutriaanlage ersetzt werden. Neben dem Kiosk wird außerdem die neue, inklusionsgerechte WC-Anlage entstehen. Die Gesamtgestaltung wird naturnah im Stil der ehemaligen Anlage mit Ruhrsandstein, Sprungfelsen, extensiven Dachbegrünungen und Inseln umgesetzt werden. Der Zoo zeigt sich also bald in neuem und festlichen Gewand. 

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