Neues Tier

Zoo Dortmund: Name von neuer Plumplori-Dame hat rührenden Hintergrund

Dortmunds Zoo hat ein neues Plumplori-Weibchen aus Belgien. Das Tier hat jetzt auch einen Namen.
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Dortmunds Zoo hat ein neues Plumplori-Weibchen aus Belgien. Das Tier hat jetzt auch einen Namen.

Der Zoo Dortmund wartet seit Jahren vergeblich auf Plumplori-Nachwuchs. Jetzt kommt eine neue Dame ins Spiel und hat nun sogar einen Namen – mit rührendem Hintergrund.

Dortmund – Die Zwergplumploris bereiten dem Zoo seit Jahren Probleme. Zwergplumplori-Männchen „Flori“ und die 13-jährige „Helena“ kommen sich einfach nicht näher. Der Nachwuchs bleibt aus. Eine belgische Plumplori-Dame soll dem liebesfaulen „Flori“ nun auf die Sprünge helfen. Jetzt hat der Belgien-Import einen Namen bekommen.

NameZwerglori
GattungZwergplumplori
OrdnungPrimaten

Zoo Dortmund: Neuer Zwerglori aus Belgien hat jetzt einen Namen

Der Zoo Dortmund startete vorab gemeinsam mit dem in Dortmund ansässigen Plumploris e.V. auf Facebook eine Namensaktion, bei der Tierfreunde 1.400 Namen vorschlugen und schließlich darüber abstimmten.

Das Ergebnis: Die belgische Plumplori-Dame heißt jetzt „Marlene“. Die Geschichte hinter dem Namen ist rührend. So zeigte die 11-jährige Namensgeberin Marlene in vergangenem Jahr ein großes Herz für die bedrohten Tierchen und nutze Halloween nicht zum Süßigkeiten sammeln.

Zoo in Dortmund: Neuzugang wird nach 11-Jähriger Dortmunderin benannt 

Das Mädchen zog stattdessen um die Häuser und sammelte lieber Spenden für die stark gefährdeten Plumploris. Mit einem selbst gebasteltem Plakat mit der Aufschrift: „Spende für die Plumploris, rettet sie vorm Aussterben!“ hatte die kleine Marlene aus Dortmund an jenem Abend 50 Euro gesammelt und diese Spende am Patenschaftstag im Zoo Dortmund an den Plumplori-Verein übergeben. 

Dortmunder Zoo: Rührende Namensgebung für Plumplori-Weibchen  

Zum Hintergrund: Zwergloris sind vorm Aussterben bedroht. Erst im Jahr 2020 wurde die Art auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN von „gefährdet“ (VU) auf „stark gefährdet“ (EN) hochgestuft.

Durch die voranschreitende Zerstörung der Lebensräume sowie dem illegalen Handel auf dem Heimtiermarkt sind die knuffigen Tiere zunehmend schutzloser und werden nicht nur in Zoos immer seltener. 

Dadurch wird die Arbeit von Vereinen wie dem Dortmunder Plumploris e.V. immer wichtiger. In ihren Projekten kümmern sich die Mitglieder des Vereins in Bangladesch und auf Sumatra (Indonesien) um die Tiere und versuchen sie auf ein erneutes eigenständiges Leben in Freiheit vorzubereiten.

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