Abschied von Unpaarhufer

Zoo Dortmund schiebt beliebtes Tier plötzlich nach Saarbrücken ab

Bittere Nachricht für viele Fans des Zoo Dortmunds: Tapir-Opa „Kuni“ muss seinen Lebensabend im Saarland verbringen und verlässt die Westfalenmetropole.

Dortmund – Ein Star der Zoo-Dortmund-Besucher muss sein Gehege verlassen. „Kuni“, der 28-jährige Tapir-Opa, wird an den Zoo Saarbrücken abgegeben. Wie der Zoo Dortmund am Mittwoch (21. September) mitteilte, soll „Kuni“ dort den Platz eines im Juli verstorbenen Tapirs einnehmen – ausgerechnet den seines Bruders „Bruno“.

EinrichtungZoo Dortmund
AdresseMergelteichstraße 80, 44225 Dortmund
Telefon0231/5028593

Zoo Dortmund gibt altes Tapir plötzlich nach Saarbrücken ab

Der 1994 im Gelsenkirchener Ruhr-Zoo (heute „Zoom Erlebniswelt“) geborene Tapir ist eine Besonderheit für den Zoo Dortmund. Denn normalerweise werden Tapire nicht viel älter als 25 Jahre. Neben Kuni leben in Dortmund zwei weitere Flachlandtapire: „Alex und „Fahéj“.

„Kuni“ wird gewissermaßen ein Opfer des Ausbaus des Dortmunder Zoo. So soll die ehemalige Anlage der Nashörner ausgebaut werden – wo der alte Tapir in den vergangenen Jahren wohnte. Der Zoo will auf dem Areal einen neuen Nashorn-Bullenstall errichten (Hier weitere Dortmund-News bei RUHR24 lesen).

Tapir „Kuni“ muss Platz für Nashörner im Zoo Dortmund machen

Ursprünglich habe der Zoo Dortmund vorgehabt, „Kuni“ hinter den Kulissen, in einem Gehege abseits der Besucherströme, seinen Lebensabend verbringen zu lassen. Doch dann kam die Todes-Nachricht aus Saarbrücken.

„Auch, wenn wir „Kuni“ natürlich sehr gerne bei uns im Zoo Dortmund behalten hätten, möchten wir ihm diese Chance nicht verwehren“, sagt Marcel Stawinoga vom Zoo Dortmund.

Tapir-Opa „Kuni“ muss den Zoo Dortmund verlassen.

Im Zoo Saarbrücken wird „Kuni“ auf Tapir-Dame Sira treffen. „Sie soll gemeinsam mit ihm einen schönen Lebensabend zu verbringen“, hofft der Zoo Dortmund in seiner Stellungnahme. Pech für „Kunis“ Fans: Der Tapir befindet sich bereits in Saarbrücken, ein Abschied ist also nicht mehr möglich.

Die Tapire im Dortmunder Zoo hatten vor einigen Jahren für Aufsehen gesorgt, als das Foto eines „lachenden“ Tiers im Internet plötzlich viral ging. Die allermeisten hatten das „Lachen“ allerdings völlig falsch verstanden, denn es hatte wenig mit Freude zu tun.

Rubriklistenbild: © Marcel Stawinoga/Zoo Dortmund

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