Brillenbär Moritz braucht ein neues Zuhause im Dortmunder Zoo. Dank der Spende der Sparkasse Dortmund an den Förderverein Kinder und Zoo Dortmund e. V. in Höhe von 50.000 Euro bekommt Moritz bald ein modernes Gehege.

Dortmund – Auch Bären brauchen irgendwann wieder eine neue Bude. Genau hierfür werden Spenden gesammelt. Die großzügige Unterstützung der Sparkasse Dortmund ist ein wichtiger Schritt hin zum neuen Gehege, das Moritz dringend braucht. „Wir möchten mit unserer Spende auch einen Anreiz für andere Unternehmen schaffen, solche Institutionen und Attraktionen wie den Zoo zu unterstützen“, sagt Uwe Samulewicz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dortmund.

Die Erneuerungen beginnen noch dieses Jahr und werden zwei bis drei Jahre dauern. Detaillierte architektonische Pläne sind bereits ausgearbeitet. Diese können am Gehege angesehen werden.

Brillenbär Moritz ist einsam

Brillenbär Moritz ist einsam. Foto: Murat Akin/Dortmund24

Einsam streift Moritz durch sein Brillenbär-Gehege. Doch er wird keinen Artgenossen entdecken. Moritz lebt ganz allein im Dortmunder Zoo. 2015 starb seine letzte Partnerin. Wegen strenger Richtlinien, darf der Zoo keine Brillenbär-Dame anschaffen. Das Gehege muss vorher erweitert werden. Nach Fertigstellung der neuen Bude ist dann auch Familiengründung beim Brillenbär angedacht.

Der Brillenbär ist der einzige Großbär des südamerikanischen Subkontinents und der kleinste der Großbären. Brillenbären sind schwarz mit einer auffälligen weißen Fellbrille um die Augen. Bei vielen zieht sich auch von den Wangen bis zur Brust eine weiße Zeichnung. Die Art bewohnt die Abhänge der Anden zwischen Venezuela und Bolivien. Über die Lebensweise dieses Andenbewohners ist nur wenig bekannt. Der Brillenbär ist heute der einzige noch lebende Vertreter der Kurzschnauzbären. Bereits ausgestorbene Kurzschnauzbären in früheren Erdzeitaltern waren wahre Bärenriesen.

Der Zoo braucht Spenden für „Wohnhaus im Grünen“

Die Sparkasse Dortmund spendet 50.000 Euro für ein neues Bären-Gehege. Foto: Murat Akin/Dortmund24

Ein Zoo ist technisch gesehen eine Ansammlung von Wohnräumen. Immer wieder muss verbessert und renoviert werden. So wie sich die Wohnverhältnisse für den Menschen seit 1955 verändert haben, so haben sich auch die Vorstellungen einer zeitgemäßen Unterbringung für Tiere geändert. Nun ist der richtige Zeitpunkt für eine Verbesserung der Bärenhaltung. Der Dortmunder Zoo Dortmund möchte alle Schützlinge in einer Art „Wohnhaus im Grünen“ unterbringen.

Der Brillenbär Moritz im Dortmunder Zoo. Foto: Murat Akin/Dortmund24

Mit seiner Herkunft passt der Brillenbär perfekt in den Südamerika-Schwerpunkt des Zoo Dortmund. Die Haltung dieser Bärenart in Dortmund begann im Jahr 1989. Die ersten Tiere damals trafen aus Nürnberg und Köln ein. Das Dortmunder Bärengehege entstand 1955. Es war damals ein Symbol für den Aufschwung des damaligen Tierparks. Die Anlage mit der freien Sicht auf die Tiere hat sich in den mittlerweile sechs Jahrzehnten tief ins Bewusstsein der Besucher eingebrannt. Brillenbär Moritz lebt seit 2008 in Dortmund. Er kam aus Lisieux in Frankreich.

Gegenüber der Bären-Anlage kann man spenden. Foto: Murat Akin/Dortmund24

Falls ihr auch etwas spenden möchtet, könnt ihr das hier oder im Zoo gegenüber der Bären-Anlage.