Bild: Florian Forth/Dortmund24

Eigentlich sollte das Festi Ramazan in Dortmund längst gestartet sein. Doch weil es für das muslimische Fest zunächst keine Genehmigung gab, gerieten die Pläne ins Stocken. Unterdessen läuft der Aufbau des Festplatzes auf dem Parkplatz A8 an den Westfalenhallen. Außerdem lässt der Veranstalter aktuell eine Lärmschutzwand errichten – dabei gibt es noch kein grünes Licht vonseiten der Stadt Dortmund.

Der Countdown für das Festi Ramazan 2018 läuft. Auf der Homepage der Veranstaltung zählt die Uhr seelenruhig Sekunden, Minuten, Stunden und Tage runter. Am Donnerstagmittag (17. Mai) sind es noch vier Tage und 13 Stunden bis zum Startschuss für die laut Veranstalter „größte Ramadan-Veranstaltung in Europa“.

Statt auf den Festplatz an der Eberstraße in der Nordstadt und den Parkplatz am Remydamm haben sich Stadt und Organisatoren nun auf den Parkplatz A8 westlich von Westfalenhallen und Westfalenstadion geeinigt. Wo inzwischen auch die Aufbauarbeiten für die Zeltstadt begonnen haben. Dabei gibt es von der Stadt noch kein grünes Licht für das Festi Ramazan.

Aufbauarbeiten für das Festi Ramazan. Foto: Florian Forth/Dortmund24
Diese Lärmschutzwand aus Containern soll Anwohner vor dem Lärm des Festi Ramazan schützen. Foto: Florian Forth/Dortmund24

„Wir treffen aktuell die letzten Maßnahmen für das Verkehrs- und das Lärmschutzkonzept“, sagte Veranstalter Fatih Ilhan am Donnerstag gegenüber Dortmund24. Ilhan dürfte drei Kreuze machen, wenn der Stress der Vorbereitungen endlich vorbei ist. Einem Drittel aller angemeldeten Schausteller musste der Veranstalter nach der Verlegung des Festplatzes absagen. „Das war schon sehr schwierig für uns, aber wir haben da keine Lotterie draus gemacht“, sagt Ilhan. Man habe sich stattdessen dazu entschieden, den Händlern den Vorrang zu geben, die schon lange beim Festi Ramazan dabei seien. Außerdem habe man sich dazu entschieden, doppelt vorhandene Konzepte zu tilgen.

Stadt muss Lärmkonzept  von Festi Ramazan bewerten

Seit Tagen heißt es in der Pressestelle der Stadt Dortmund und dem Rathaus, die Entscheidung, ob das Fest stattfinden dürfe, werde „in den nächsten Tagen“ fallen. Wie die Ruhr Nachrichten in ihrer Donnerstagsausgabe berichten, fehle aktuell nur noch eine Bewertung zum Thema Lärm.

Veranstalter Fatih Ilhan findet unterdessen nur Worte des Lobes für die Arbeit der Stadt. „Die Mitarbeiter von den Ämtern sind super Leute, sie arbeiten so schnell, ich bin ihnen dankbar. Ohne deren Hilfe wäre es wirklich schwierig geworden mit dem Festi Ramazan.“

Aufbauarbeiten für das Festi Ramazan. Foto: Florian Forth/Dortmund24
Aufbauarbeiten für das Festi Ramazan. Foto: Florian Forth/Dortmund24

In Sachen Lärmschutz wird in der Nähe des Festplatzes aktuell übrigens kräftig gearbeitet. Denn quasi in Spuckweite zum Gelände gibt es das Theodor-Fliedner-Heim für Senioren, eine Kleingartenanlage sowie weitere Wohnungen. Anwohner müssen ab dem 22. Mai (Dienstag) bis zum 17. Juni (Sonntag) in den Abendstunden mit Lärm durch anreisende Besucher rechnen. Denn das Festi Ramazan öffnet in diesem Zeitraum die Türen täglich gegen 18 Uhr und schließt sie gegen 2 Uhr. Der Veranstalter lässt daher aktuell am Rande des Festgeländes eine Lärmschutzwand aus Containern bauen. Die Mauer aus 51 Containern ist über 100 Meter lang und um die acht Meter hoch.

Info: Für Besucher des Festi Ramazan verspricht Veranstalter Fatih Ilhan etwa 3700 kostenlose Parkplätze. Dafür werden die Parkplätze A2, A3, A4, A5 und eventuell A7 rund um die Westfalenhalle bereitgestellt.