Angebot bis März

Großes Zelt am Dortmunder U: Das steckt dahinter und das hat Corona damit zu tun

Das Dortmunder U
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Am Dortmunder U-Turm wird derzeit ein großes Zelt aufgebaut.

Aktuell tut sich etwas am Dortmunder U – es wird ein riesiges Zelt aufgebaut. Was es damit auf sich hat und was die Coronavirus-Pandemie damit zu tun hat.

Dortmund – Wer in den vergangenen Tagen einen Herbstspaziergang an der Rheinischen Straße oder am Wahrzeichen der Stadt – dem Dortmunder U – gemacht hat, dem ist wahrscheinlich eine Sache aufgefallen. Aktuell wird ein riesiges Zelt am Fuße des Turms aufgebaut.

StadtDortmund
Fläche280,7 km²
Einwohner601.780

Riesiges Zelt am Dortmunder U: Hilfe für Bedürftige in der Corona-Krise

Man könnte fast meinen, dass am Dortmunder U ein riesiges Festzelt errichtet wird – wenn da nicht die Coronavirus-Pandemie wäre, die ganz Dortmund und den Rest von Deutschland in Schach hält. Und genau diese Pandemie ist der Grund für den Aufbau des Zeltes. Denn an diesem Ort soll besonders in den kalten Monaten bedürftigen Menschen geholfen werden. Menschen, die besonders hart von der Krise getroffen wurden.

Denn für wohnungslose Menschen fallen in der Pandemie wichtige Anlauf- und Aufenthaltsorte weg oder sind nur zu eingeschränkten Öffnungszeiten zu erreichen. Denn aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen durften viele Hilfsangebote nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt stattfinden.

Corona-Pandemie sorgt für angespannte Situation der Obdachlosen – Zelt soll helfen

Suppenküchen durften kein Essen mehr ausgeben, öffentliche Toiletten wurden geschlossen und Trinkbrunnen abgestellt. Die Situation ist angespannt. Das hat auch die Politik Anfang Oktober erkannt. CDU und Grüne forderten, dass Obdachlosen ein zusätzlicher Aufenthaltsort geschaffen und dass die Grundversorgung der wohnungs- und obdachlosen Menschen in der Winterzeit gewährleistet wird.

Schon als die beiden Fraktion den Antrag zur Prüfung in den Rat der Stadt Dortmund gegeben haben, war ein Großzelt auf dem Parkplatz gegenüber des Gast-Hauses im Gespräch. Gesagt – getan: Jetzt ist es so weit und das Projekt wird umgesetzt.

Winternothilfe für Obdachlose in Dortmund: Unterstützer dringend gesucht

Schon bald haben wohnungslose Menschen eine neue Anlaufstelle in Dortmund: Von Anfang November bis Ende März versorgen das Gast-Haus, die Kana Suppenküche, der Dortmunder Wärmebus und bodo Wohnungslose zweimal täglich mit Essen. Frühstück gibt es von 8 bis 11 Uhr, eine warme Mahlzeit wird von 16.30 bis 19.30 Uhr angeboten.

Um das Projekt realisieren zu können, suchen die Organisationen aktuelle noch Unterstützer – denn es wird täglich eine dreistellige Zahl an Gästen erwartet. Für die Vorbereitung der Lunchpakete, für den Ausschank der Getränke und das Verteilen der Mahlzeiten werden noch viele ehrenamtliche Helfer gesucht.

Zelt für Wohnungslose ein erster Schritt – aber nicht die endgültige Lösung

Freiwillige können sich an die Winternothilfe unter mitmachen@winternothilfeamu.org wenden. Einsatzzeiten sind von 7 bis 12 Uhr und von 15.30 bis 20 Uhr. Aufgaben sind unter anderem: Vorbereiten der Frühstückspakete, Ausschenken von Kaffee und Tee, Reinigung der Tische und Bänke, Annahme und Warmhalten der gelieferten Suppe.

Der erste Schritt, um die angespannte Situationen bei den Wohnungslosen zu entspannen, aber noch keine endgültige Lösung. Zumindest, wenn es nach bodo geht: „Im Winter obdachlos zu sein, ist potenziell lebensbedrohlich, es mangelt jedoch an coronakonformen Tagesaufenthalten oder Wärmestuben“, schreibt der Verein auf seiner Homepage.

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