Bild: André Schuchert

Das Festi Ramazan, die größte Ramadan-Veranstaltung in Europa, braucht einen neuen Platz. Sowohl auf dem Fredenbaumplatz in der Nordstadt als auch an den Westfalenhallen kann es nicht mehr stattfinden. 

Beim Festi Ramazan wird vier Wochen lang zum Fastenmonat Ramadan gefeiert. In den vergangenen Jahren an den Westfalenhallen, dieses Jahr am Fredenbaumplatz in der Dortmunder Nordstadt. Eigentlich wäre die Festi gern an den Westfalenhallen geblieben. Da wird allerdings zurzeit umgebaut und das dauert noch bis Herbst 2018.

„Der Mehrzweckplatz an der Eberstraße sei für eine vierwöchige Veranstaltung dieser Größenordnung nicht geeignet, stellte die Verwaltung in ihrem Abschlussbericht fest“, wie die Ruhr Nachrichten schreiben. Das Problem bei der Durchführung des Ramadan-Festes ist schon seit vielen Jahren der Lärm.

Denn nach dem Fastenbrechen feiern die Muslime vor allem an den Wochenenden bis tief in die Nacht. Rund um den Fredenbaumplatz kamen in diesem Jahr noch Parkplatzprobleme dazu, denn das Konzept griff nicht. Insgesamt wird das Festi Ramazan von fast einer Viertelmillion Menschen besucht. Es ist damit Europas größtes Ramadan-Festival, wie die Betreiber auf ihrer Homepage sagen.

„Event mit überregionaler Strahlkraft“

„Es war von vornherein klar, dass wir mit dem Festi Ramazan nicht noch einmal an den Fredenbaumplatz kommen“, sagt Patrick Arens vom Schaustellerverein „Rote Erde e.V.“. Auch müsse man gucken, wie weit die Baustelle an der Westfalenhalle im nächsten Jahr sei. Arens fände es jedoch „schade“, wenn das Festi Ramazan nicht in Dortmund bliebe. „Es ist ein Event mit überregionaler Strahlkraft und wenn Dortmund eine Event-Stadt sein möchte, sollte das Festi Ramazan hier weiterhin stattfinden.“ Schade findet Arens außerdem, dass so getan wird, als ob am Fredenbaumplatz alles schlecht gelaufen wäre.

Gerade wäre man mit der Stadt in der Prüfung, um zu besprechen, wie es weitergeht. Für genaueres sei es allerdings noch zu früh.