Weniger Dortmunder arbeitslos – Trend soll aber nicht anhalten

Die Arbeitsagentur in Dortmund. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24
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Die Arbeitsagentur in Dortmund. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24

Dortmund/NRW - Zum Jahresende sinkt die Zahl der Arbeitslosen in Dortmund erneut um 607 Personen auf jetzt 31.498. Doch lange anhalten soll der positive Trend nicht.

Zum Jahresende sind in Dortmund 31.498 Menschen arbeitslos gewesen. Das sind 607 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 10,2 Prozent. Doch lange anhalten soll der positive Trend nicht.

Die Quote aller Arbeitslosen ist im Dezember 2017 auf 10,2 Prozent gesunken. Im Vorjahr betrug sie noch 11,1 Prozent. Seit August 2017 hat die Zahl der Menschen, die Arbeit gefunden haben, damit zum vierten Mal zugenommen. Sie konnten nach Angaben der Agentur für Arbeit von der guten Auftragslage der Unternehmen profitieren.

Als Schlüssel für den Erfolg sieht Martina Würker, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Dortmund, die Qualifikation der Bewerber: "Alle haben eine Chance, wenn sie bereit sind zu lernen. Auch gering qualifizierte und geflüchtete Menschen."

Langzeitarbeitslose profitieren

"Besonders die Gruppe der Langzeitarbeitslosen profitiert auch im Dezember von der guten Arbeitsmarktentwicklung", kommentiert Würker die Zahlen. Mehr als die Hälfte der 379 Personen, die im Dezember ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, seien zuvor langzeitarbeitslos gewesen.

Von den 2.811 Arbeitslosen mehr, die im Vergleich zum Vorjahresmonat beim Jobcenter Dortmund gemeldet waren, waren 1.672 Langzeitarbeitslose. "Diese positive Entwicklung lässt uns zuversichtlich auf das neue Jahr blicken", sagt Jörg Dannenberg, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund.

Junge Fachkräfte gesucht

Junge Menschen mit guter Qualifikation sind in Dortmund gesucht. Die Arbeitslosenquote unter den Menschen bis 25 Jahre ist im Dezember um 0,3 Prozentpunkte (89 Personen) auf jetzt 8 Prozent gesunken. "Die Jugendarbeitslosigkeit liegt damit auf einem historischen Tiefstand in Dortmund", heißt es in dem Arbeitsmarktbericht.

Weniger Flüchtlinge arbeitslos

Insgesamt sind rund 2000 geflüchtete Menschen in Dortmund im Dezember arbeitslos gemeldet gewesen. Unter ihnen sind 1451 Männer und 534 Frauen, die größtenteils aus Syrien stammen. Diese Menschen können nicht sofort anfangen zu arbeiten, 4432 von ihnen sind jedoch in entsprechenden Maßnahmen und gelten damit als unterbeschäftigt.

Trend soll nicht anhalten

Für den Jahresbeginn erwartet die Agentur für Arbeit allerdings wieder steigende Arbeitslosenzahlen. "Zum Jahreswechsel enden befristete Beschäftigungen, vor allem aus dem Weihnachtsgeschäft", kommentiert Würker den saisonalen Trend. Auch das Wetter habe Einfluss auf die Zahl der Arbeitslosen. "Dies ändert aber nichts an der grundsätzlich stabilen und guten Ausgangslage für das Jahr 2018", sagt Würker.