Sondierungsarbeiten in der City

Weltkriegs-Bomben in Dortmund: Stadt findet Blindgänger am U-Turm

In Dortmund sind derzeit Teile des Walls gesperrt - es wird die Entschärfung von Fliegerbomben im Januar vorbereitet.

  • Für den 11. und 12. Januar 2020 ist in Dortmund die Entschärfung zweier möglicher Fliegerbomben im Klinikviertel geplant.
  • Um die dafür nötigen Kräfte gezielt einsetzen zu können, sucht die Stadt nun nach weiteren Blindgängern.
  • Die Sperrung auf Abschnitten des Walls seit Montagmorgen (18. November) ist nur der Anfang - im Januar folgt eine großangelegte Evakuierung.

Dortmund: Erste Ergebnisse nach Sondierungsarbeiten am Wall

Update, Freitag (29. November), 14:45 Uhr: Inzwischen gibt es Ergebnisse der Sondierungsarbeiten nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg am Wall. Wie die Stadt Dortmund am Freitag mitteilt, gibt es folgende Ergebnisse:

  • Am Verdachtspunkt an der Hansastraße/Südwall wurde kein Blindgänger gefunden. Die einspurige Sperrung wird im Laufe der nächsten Woche (ab dem 2. Dezember) aufgehoben.
  • Der Bombenverdacht an der Ecke Rheinische Straße und Westentor hat sich bestätigt und es wurde eine Bombe gefunden. Die Vollsperrung wird dennoch aufgehoben. Eine Spur ist ab Sonntag (1. Dezember) wieder frei. "Um Erschütterungen in diesem sensiblen Bereich zu verhindern, ist es leider nicht zu vermeiden, dass die zwei weiteren Spuren bis zum Zeitpunkt der geplanten Entschärfung am Sonntag (12. Januar), gesperrt bleiben müssen", heißt es von der Stadt.
  • Die Sondierungen am Verdachtspunkt amHiltropwall in Höhe "Platz der Alten Synagoge" (Opernhaus) sind noch nicht abgeschlossen.

Sperrungen am Wall in Dortmund eher aufgehoben als gedacht

Update, Mittwoch (20. November), 9.50 Uhr: Rund eine Woche hatte die Stadt für die Sperrungen auf dem Wall in Dortmund eingeplant. Gegenüber Radio 91.2 stellte Baudezernent Arnulf Rybicki jetzt in Aussicht, das die Sperrungen bereits am Samstag aufgehoben werden sollen. Die Sondierungen an den Stellen, an denen weitere Fliegerbomben vermutet wurden, seien dann abgeschlossen.

Dortmund: Nach Wall-Sperrung folgt die Evakuierung 

Update, Dienstag (19. November), 13.40 Uhr: Die Sperrungen, die den Verkehr auf dem Wall in Dortmund derzeit deutlicher zäher fließen lassen als sonst, mögen nervig sein. Doch das dicke Ende steht noch aus: Für die anstehende Entschärfung der Fliegerbomben im Klinikviertel, müssen im Januar 2020 voraussichtlich 12.000 Anwohner evakuiert werden. 

Das geht aus einer Beschlussvorlage aus dem Rat der Stadt Dortmund hervor. Nach derzeitigen Schätzungen könnte das die Stadt rund 1,5 Millionen Euro kosten. Auch Patienten des Klinikum Dortmund und der Kinderklinik, sowie Bewohner von vier Altenheimen sind dann vermutlich von der großangelegten Evakuierungsmaßnahme betroffen.

Dortmund: Sperrungen auf Wall später als geplant

Update, Montag (18. November), 10 Uhr: Nachdem Autofahrer in Dortmund am Wochenende noch aufatmen konnten, sind die Sperrungen am Wall, die bereits für das Wochenende angekündigt waren, ab heute tatsächlich da.

An vier Stellen müssen sich Autofahrer auf dem Wall in Dortmund ab Montagmorgen (18. November) wegen der Sperrungen auf Engpässe, Umleitungen und Stau einstellen. 

Sperrung: Wall in Dortmund an vier Stellen dicht

Wie bereits am Freitag (15. November) Angekündigt wird der Wall 

  • am Hiltropwall in Richtung Hauptbahnhof gesperrt. Es ist hier nur eine Fahrspur auf Höhe des Platzes der Alten Synagoge frei: Die innen liegende Fahrbahn vom Hiltropwall ist nur auf einer Spur befahrbar. Allerdings läuft der Verkehrs bereits ab Höhe Opernhaus wieder normal.
  • an der Kreuzung Rheinische Straße und Hoher Wall wird die außenliegende Fahrbahn zwischen dem Kreuzungsbereich und der Frankenstraße komplett gesperrt. Die Rheinische Straße bleibt befahrbar, hierüber erfolgt auch die Umleitung.

Außerdem gibt es Sperrungen an zwei weiteren Stellen:

  • Auf der Hansastraße in Richtung City bleibtnur eine Fahrspur frei.
  • Am Südwall ist die rechte Geradeaus-Spur gesperrt.

Sperrung des Dortmunder Walls blieb am Wochenende aus

Erstmeldung, Sonntag (17. November), 19 Uhr: Am Freitag hatte die Stadt Dortmund groß angekündigt, Teile des Walls ab Samstag (16. November) sperren zu wollen. Als Grund nannte sie die Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg. Doch die Spuren blieben frei. Warum, das hat Stadtsprecher Maximilian Löchter den Ruhr Nachrichten verraten:

Man versuche, so lange wie möglich, alle Spuren, die frei sein könnten, offen zu halten, "um so einen besseren Verkehrsfluss zu gewährleisten". Allerdings hätte man die Bürger auf den sogenannten "worst case" vorbereiten wollen, denn eine Vollsperrung hätte jederzeit möglich sein können. 

Dortmund: Entschärfung von Blindgängern für Januar 2020 geplant

Auf Dortmund kommt Anfang 2020 womöglich eine Mega-Entschärfung zu. Nachdem im Klinikviertel Hinweise auf zwei mögliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurden, sollen diese am 11. und 12. Januar freigelegt und - sollte es sich tatsächlich um Bomben handeln - entschärft werden.

"Die Entschärfung im Klinikviertel Anfang Januar ist mit einem erheblichen finanziellen und personellen Aufwand verbunden und stellt eine Einschränkung im Alltag der Anwohnerinnen und Anwohner dar", schreibt nun die Stadt Dortmund in einer Mitteilung. Denn: Von der Evakuierung wären womöglich mehrere tausend Menschen sowie mehrere Kliniken betroffen.

Luftbilder geben Hinweise auf weitere Bomben in Dortmund

Um die für den Einsatz nötigen Kräfte gebündelt nutzen zu können, wird nun nach weiteren Bomben gesucht. Hinweise auf diese hatte laut Stadt die Auswertung von Luftbildern geliefert. Der Clou: Für die Entschärfung der mutmaßlichen Bomben müssten die Kliniken im Klinikviertel evakuiert werden. Bei einer gleichzeitigen Entschärfung aller Blindgänger wäre nur eine einmalige Evakuierung nötig.

Für diese Suche nach möglichen Blindgängern werden ab heute (Samstag, 16. November) Teile des Dortmunder Walls gesperrt. Laut Stadt Dortmund werden dort "drei weitere Bombenverdachtspunkte untersucht". Betroffen sind der Hiltropwall und der Hohe Wall.

Suche nach Blindgängern in Dortmund sorgt für Sperrungen

Konkret wird auf Höhe des Platzes der Alten Synagoge die innenliegende Fahrbahn nur auf einer Spur befahrbar sein. An der Kreuzung Rheinische Straße/Hoher Wall wird die außenliegende Fahrbahn zwischen dem Kreuzungsbereich und der Frankenstraße komplett gesperrt. Die Einschränkungen sollen laut Stadt Dortmund für etwa eine Woche bestehen. 

Am Donnerstag (21. November) muss auch die Stadt Essen einen Blindgänger entschärfen. Dafür wird im Laufe des Nachmittags die A40 gesperrt. Die Stadt Dortmund und Bezirksregierung Arnsberg müssen vor Weihnachten sich auf die Suche nach Blindgängern auf dem Wall machen. Drei weitere Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg werden vermutet. Das sorgt für Ärger im Verkehr und beim Einzelhandel. 

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