Weltgiraffentag: So machte der Zoo auf das Tiersterben aufmerksam

Giraffen im Zoo Dortmund am Weltgiraffentag. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24
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Giraffen im Zoo Dortmund am Weltgiraffentag. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24

Dortmund/NRW - Drei Giraffen leben im Dortmunder Zoo noch. Am Weltgiraffentag haben wir sie im Dortmunder Zoo besucht - und einiges über ihre aktuelle Situation erfahren.

Die drei Giraffen im Dortmunder Zoo scheinen es gut zu haben - jedenfalls im Vergleich zu ihren Artgenossen auf der Welt. Weltweit sterben immer mehr Giraffen. Aus diesem Grund feierten Zoos in der ganzen Welt am Sonntag den Weltgiraffentag. Wir haben Zikomo, Gambela und Himba - Dortmunds längste Bewohner - besucht.

Dortmund-Hombruch. Morgens, da haben die drei Giraffen aus dem Dortmunder Zoo besonders viel Hunger. Und so sieht man die drei Langhälse entspannt an den Bäumen herumkauend. Den vielen Besuchern, die am Sonntag (18. Juni) zum Weltgiraffentag ans Gehege gekommen sind, zeigen sie sich zunächst nur aus der Ferne.

Erst als Tierpfleger Stefan Bohland mit Weiden-Zweigen und Kraftfutter an die Aussichtsplattform kommt, nähern sich zumindest zwei der Dortmunder Giraffen.

Weltweit nur noch 80.000 Giraffen

Der Zoo gibt den Besuchern an diesem Tag Infos über die schönen Tiere, informiert über die aktuelle Situation. Und die sieht nicht ganz so gut aus. Denn in der Natur gibt es nur noch etwa 80.000 Giraffen. Als Vergleich dazu: der Bestand afrikanischer Elefanten wird auf zirka 450.000 Tiere geschätzt.

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In den letzten Jahren ist die Anzahl der Giraffen um 40 Prozent geschrumpft. Ursache dafür sind vor allem der Lebensraumverlust und Wilderei. Im Bewusstsein der Öffentlichkeit aber scheinen Giraffen nicht bedroht zu sein. Der Weltgiraffen-Tag soll daher die Öffentlichkeit darüber näher informieren.

Bald keine Angola-Giraffen im Zoo Dortmund

Die Dortmunder Giraffen gehören zur Unterart der Angola-Giraffe. In Dortmund gibt es sie seit 1986. In den Jahren 2007, 2012, 2013 und 2015 musste der Zoo vier Todesfälle in seinem Tierbestand verschmerzen. 2007 starb Mugambi an Herzversagen, 2012 traf es Tamu nach einem Unfall und 2015 starb Vuai bei einem Transport an Kreislaufversagen. Und 2013 musste der Zoo die erst elf Wochen alte Amana einschläfern. Sie litt an einer schweren Entzündung am Hüftgelenk.

Künftig wird es in Dortmund keine Angola-Giraffen mehr geben. Die Zucht dieser Art soll auf die iberische Halbinsel verlagert werden, um dort bessere Zuchterfolge zu erzielen. Während der bald geschlechtsreife Zikomo also den Zoo bald verlassen wird, dürfen die beiden Schwestern Gambela und Himba ihren Lebensabend in Dortmund verbringen. Damit endet die Ära der Giraffen in Dortmund allerdings nicht. Stattdessen sollen sogenannte Rothschildgiraffen nach Dortmund gebracht werden. So viel ist klar: Auch sie werden wieder Dortmund längste Bewohner sein