Pandemie in NRW

Dortmund: Westphal will 2G nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt

Ganz NRW diskutiert derzeit über 2G. Dortmunds OB Thomas Westphal (SPD) hat eine klare Meinung zu der Corona-Regelung – offenbar auch was den Weihnachtsmarkt betrifft.

Dortmund – Kurz vor Beginn des Dortmunder Weihnachtsmarkts am 18. November* denkt Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) angesichts der stark steigenden Corona*-Zahlen in seiner Stadt über eine 2G-Regelung für das Event nach. Man wolle mit der Verwaltung und den Schaustellern über den Zutritt nur für Geimpfte und Genesene diskutieren, erfuhr RUHR24*.

StadtDortmund
VeranstaltungWeihnachtsmarkt (Dortmunder Weihnachtsstadt)
Datum18. November bis 30. Dezember 2021

Dortmund: 2G-Regel wegen Corona-Lage auf Weihnachtsmarkt denkbar

Grundsätzlich spricht sich Dortmunds Oberbürgermeister für eine flächendeckende Einführung der 2G-Regel in ganz NRW* aus. Damit würde vermieden, dass Besucher von Kinos, Theatern oder anderen Freizeiteinrichtungen in Städte auswichen, die diese Regelung nicht haben.

„Würde man 2G nur in Dortmund einführen, so würden die Kino-Besucher eben nach Bochum ausweichen“, so Thomas Westphal in Richtung Düsseldorf. Von der dort sitzenden Landesregierung aus CDU und FDP wünscht sich Dortmunds Stadtoberhaupt ein „einheitliches Gesetz mit einem ‘Instrumentenkasten‘“, aus dem sich die einzelnen Regionen je nach Infektionsgeschehen bedienen könnten.

Corona: Dortmund fordert auch 2G-Regel für ganz NRW

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat indes bereits angedeutet, die 2G-Regel in NRW* für den Freizeitbereich einführen zu wollen, sollte man sich nicht auf eine bundesweite Regelung einigen können.

Dass 2G immer drängender wird, zeigt ein Blick auf die aktuellen Corona-Statistiken. Stadtweit hatte Dortmund am Mittwoch (10. November) eine Inzidenz von 149,9. Am 15. Oktober lag dieser Wert noch bei 49,8. In Dortmund ist die Inzidenz in jenen Bezirken besonders hoch, in denen die Impfquote verhältnismäßig niedrig ist. In Dortmund sei das etwa in der Nordstadt der Fall, heißt es von der Stadtverwaltung.

Dortmund: 80 bis 90 Prozent der Corona-Patienten auf Intensiv sind ungeimpft

Und wo die Inzidenz hoch ist, da landen entsprechend viele Menschen im Krankenhaus oder sogar auf der Intensivstation. 80 bis 90 Prozent der Intensivpatienten in Dortmunder Krankenhäusern seien ungeimpft*, sagt Dortmunds Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken in einer Pressekonferenz in dieser Woche.

Dr. Frank Renken ist Leiter des Gesundheitsamts der Stadt Dortmund.

Immer öfter komme es in Dortmund inzwischen zu sogenannten Impfdurchbrüchen. Also zu Corona-Infektionen bei Menschen, die vollständig geimpft sind. Die Stadt zeigt sich diesbezüglich allerdings einigermaßen entspannt: „Wir sehen in der Mehrheit der Fälle, dass die Impfung einen Schutz bietet, selbst dann, wenn die Impfwirkung nach einer gewissen Zeit nach der Impfung nachlässt“ (hier weitere Corona-News aus NRW* bei RUHR24 lesen).

Stadt Dortmund kämpft gegen Corona: Zweiter Impfbus fährt ab sofort

Die Stadt Dortmund will die Ungeimpften weiterhin mit Impfbussen vor Ort aufsuchen. Ab dieser Woche setzt die Stadt einen zweiten Impfbus ein und hofft damit, noch mehr Menschen in Stadtteilen mit niedriger Impfquote zu erreichen (Hier geht es zu den Tourdaten des Impfbusses).

Wichtig sei es auch, dass Menschen ab 70 Jahren, die besonders anfällig sind für eine Corona-Infektion, ihre Impfung auffrischen ließen. Die Stadt lässt derzeit sogar Briefe an diese Altersgruppen verschicken, um sie an die sogenannte „Booster-Impfung“ zu erinnern. Diese soll vorrangig bei den Hausärzten durchgeführt werden – oder in den Impfbussen. Das Dortmunder Impfzentrum ist nämlich nicht mehr in Betrieb. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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