Weihnachtsmarkt-Absage

Nach Aus für Mega-Baum in Dortmund: 1700 Fichten werden nur zum Teil „gerettet“

Ein Überblick über den Weihnachtsmarkt in Dortmund
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Der Dortmunder Weihnachtsmarkt ist einer der beliebtesten in NRW. Wegen der Corona-Krise wurde dieser nun abgesagt.

2020 gibt es in Dortmund wegen der Corona-Pandemie keinen Weihnachtsbaum. Die 1700 Fichten, aus denen er besteht, werden nun anderweitig verwendet.

Update, Mittwoch (11. November), 16.16 Uhr: Dortmund – Es gibt Pläne, was mit den zahlreichen Tannen, des nicht zu Ende gestellten Weihnachtsbaums in Dortmund passiert. Wie der Schaustellerverein Rote Erde mitteilt, sollen ein Teil der Rotfichten in Kinder- und Senioreneinrichtungen in Dortmund aufgebaut werden.

Weihnachtsbaum in Dortmund: Rotfichten sollen in Kinder- und Senioreneinrichtungen stehen

Die Aktion ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt und des Schaustellervereins. Die EDG Entsorgung Dortmund GmbH kümmert sich um den Transport. Der Schaustellerverein sorgt für die Beleuchtung. Die Stadt Dortmund spricht von 200 Bäumen. Der Rest soll in einer Biogasanlage zu Strom ungewandelt werden.

Weihnachtsbaum in Dortmund: Absage trifft viele Dortmunder hart

Erstmeldung, Donnerstag (5. November): Kein Weihnachtsmarkt, kein Mega-WeihnachtsbaumDortmund im Corona-Jahr 2020 ist nicht das Dortmund, das man kennt. In diesem Jahr wird aufgrund der Pandemie vieles anders.

Standort des WeihnachtsbaumsHansaplatz Dortmund
Höhe / Grundfläche45 m / 400 m²
Bäume1.700 Rotfichten

Dabei hatten zuletzt noch einige Dortmunder gehofft, trotz Weihnachtsmarkt-Absage könne zumindest die Mega-Tanne auf dem Hansaplatz aufgebaut werden. Bis vor ein paar Tagen noch liefen die Bauarbeiten, bis die Stadt die Reißleine zog – aus Angst vor Ansammlungen und damit möglicherweise einhergehenden Corona-Infektionen.

Das Problem: Die 1700 Rotfichten, aus denen der Weihnachtsbaum auf dem Hansaplatz zusammengesetzt ist, wurden längst gefällt. Was also damit tun?

Von Seiten der Stadt war in dieser Woche zu hören, dass man derzeit prüfe, was mit den Bäumen nun machbar sei. Fest steht offenbar, dass die Bäume nicht weggeschmissen werden sollen.

Jetzt gibt es von den Grünen im Rat der Stadt konkrete Vorschläge, wie man die 1700 Rotfichten weiterverwenden könnte. „Denkbar wäre, dass sie an Schulen und Kitas oder auch an Initiativen oder Kirchengemeinden verschenkt werden. Oder in und an städtischen Gebäuden aufgestellt werden. Und wahrscheinlich gibt es noch andere Ideen“, so Fraktionssprecherin Ingrid Reuter in einer Stellungnahme von Donnerstag (5. November). Möglich wäre laut Grünen auch, die Bäume schon in der Vorvorweihnachtszeit in der Stadt als Schmuck aufzustellen.

Grüne in Dortmund haben Pläne für den Mega-Weihnachtsbaum

Die Grünen hatten in der letzten Sitzung des Rates der Übernahme der Kosten für den Weihnachtsbaum von 300.000 Euro nicht zugestimmt, sondern sich für andere Hilfen für die vom Aus für den Dortmunder Weihnachtsmarkt arg getroffenen Schausteller ausgesprochen. Dass der Baum aufgrund der Corona-Gefahr für die Besucher der City nicht aufgebaut wird, hält die Ratsfraktion allerdings für richtig.

Anders sieht das die CDU-Fraktion von Dortmund. Nach ihrem Willen hätte der Weihnachtsbaum weiter aufgebaut werden sollen. Dr. Jendrik Suck, Vorsitzender der CDU-Fraktion Dortmund: „In der christlichen Tradition symbolisiert der Weihnachtsbaum in erster Linie Lebenskraft und die Hoffnung auf neues Leben. Er ist ein Sinnbild für die Botschaft von Weihnachten: Der Weihnachtsbaum bringt Licht in unser Leben.“