Es war eines der meist diskutierten Themen dieses Jahres – und jetzt ist es einfach vom Tisch. Der Hype um die App Pokémon GO ist klammheimlich und ganz von selbst verschwunden. Zumindest sieht man keine Menschenmassen mehr in der Stadt, die wie in Trance auf ihr Smartphone schauen und auf die Jagd gehen. Oder täuscht der Eindruck?

Dortmund – Auch hier hatte das Spiel vor kurzem noch Hochsaison. In Düsseldorf wurde sogar eine Brücke gesperrt. Es gab ganze Veranstaltungen für die Spielefans. Jetzt aber ist nicht nur die Dortmunder City recht frei von Monsterjägern. Auch die lokale Facebookseite, eine der größten des Landes zu dem Thema, wird immer inaktiver.

Der Hype war dann doch nur eine Phase

Was sagt denn Admin Denis Kurukafa dazu, der doch vor gar nicht langer Zeit noch so für das Spiel brannte? Und damals prophezeite: „Auf jeden Fall wird der Hype um Pokémon GO lange anhalten! Das Spiel ist noch nicht mal bei zehn Prozent.“ Das ist jetzt gerade einmal zwei Monate her.

Er scheint dann doch noch den Trieb zum Monsterjagen verloren zu haben, wie er selbst auf seiner Facebookseite schreibt: „Ich selbst spiele nicht mehr. Keine Zeit und ich hab den Spaß daran verloren.“ Da ist er scheinbar nicht der einzige. Auch andere, die zu Beginn wie verrückt Pokémon gejagt, ausgebrütet und entwickelt haben, verbringen nun keine Zeit mehr mit der App. Der Admin vermutet zudem, dass es mittlerweile zu kalt sei, um draußen auf die Suche nach digitalen Monstern zu gehen.

Vereinzelt wird noch angeregt diskutiert

Aber trotzdem gibt es noch ein paar Anhänger des Spiels, die noch immer Feuer und Flamme sind. Das kann man zumindest der Community auf der Dortmunder Pokémon-Seite entnehmen. Hier diskutieren einige der Fans noch heiß über die aktuellsten Erfolge und Entdeckungen in der City.

Das müssen sie aber demnächst wohl ohne Denis Kurukafa tun. Der Gründer der erfolgreichen Seite – die mittlerweile über 4800 Fans hat – möchte sich langsam von der Seite zurückziehen. Er sucht aktuell neue Redakteure. Interessenten können sich über die Facebookseite bei ihm melden.