Wallraser-Wochenende: Pöbelnde Fahrer legen sich mit Polizei an

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Ruhrallee, B54,Reinoldikirche, Ostwall. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24

Dortmund/NRW - Das sommerliche Wetter am Wochenende (20. bis 23. April) hat in Dortmund wieder Wallraser auf die Straßen gelockt. Die Bilanz der Polizei: Drei Autorennen und eine Raserin führten zu sieben beschlagnahmten Autos sowie den Führerscheinen der jeweiligen Fahrer.

Das sommerliche Wetter am Wochenende hat in Dortmund wieder Wallraser auf die Straßen gelockt. Die Bilanz der Polizei: Drei Autorennen und eine Raserin führten zu sieben beschlagnahmten Autos sowie den Führerscheinen der jeweiligen Fahrer.

22-Jährige überfährt mehrere rote Ampeln

Die Dortmunder Polizei hatte am Wochenende (20. bis 23. April) im Bereich des Innenstadtwallrings allerhand zu tun. Los ging es am Freitagabend (20. April) mit einer 22-jährigen Raserin aus Hamm (RUHR24 berichtete). Vom Königswall aus raste die Frau in Richtung Südosten: mal auf der linken Spur, mal in der Mitte und natürlich auch ganz rechts. Hierbei vergaß sie allerdings das Bremsen und überfuhr mehrere rote Ampeln. Erst auf dem Südwall, dann auf dem Ostwall und schließlich auch noch auf dem Schwanenwall.

In Höhe des Burgwalls konnte die Fahrerin schließlich von der Polizei angehalten werden. Auto und Führerschein der 22-Jährigen wurden beschlagnahmt.

Ein anderer Raser aus Dortmund muss nun für fast drei Jahre ins Gefängnis.

Zwei Rennen in einer Nacht

In der Nacht von Samstag (21. April) auf Sonntag (22. April) rasten zwei BMW-Fahrer gegen 1.35 Uhr über die Kreuzung Schwanenwall/Brüderweg in Richtung Geschwister-Scholl-Straße. Ein Streifenwagen wurde auf das laute Motorengeräusch der beiden Möchtegernrennfahrer aufmerksam und nahm die Verfolgung auf. Hierbei mussten die Polizeibeamten ihren Wagen zwischenzeitlich auf 100 km/h beschleunigen. Trotzdem vergrößerte sich der Abstand zu dem Renn-Duo. Erst an einer roten Ampel am Burgwall / Auf dem Berge hielten die beiden BMW im Rückstau an.

Die Kontrolle durch die Polizei ergab, dass es sich um einen 19-jährigen Lüner mit einem 22-jährigen Beifahrer aus Kamen sowie einen 23-jährigen Dortmunder mit einem 19-jährigen Beifahrer aus Lünen handelte. Beide Fahrer gaben an, dass sie ganz normal gefahren seien und pöbelten gegen die Beamten. Diese beschlagnahmten die Autos und die Führerscheine der beiden Männer nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft. Wegen des Verdachts eines verbotenen Autorennens wird nun ermittelt.

Raser ohne Rücksicht auf Unbeteiligte

Mit einem weiteren Rennen in dieser Nacht (vom 21. auf den 22. April) hatte es eine Zivilstreife auf dem Ostwall in Höhe der Ruhrallee zu tun. Um 3.30 Uhr lieferten sich zwei VW in Richtung Schwanenwall ein Rennen mit mehreren Fahrstreifenwechsel ohne Blinker und ohne Rücksicht auf Unbeteiligte. Auch hier fuhren die Beamten bis zu 130 km/h, um an den Verdächtigen dranzubleiben. An der Kreuzung Schwanenwall / Brüderweg hielten die VW-Fahrer an einer roten Ampel an. Das Zivilauto der Polizei hielt auf dem mittleren Fahrstreifen zwischen den beiden. Die Polizeibeamten gaben sich zu erkennen und forderten uniformierte Unterstützung an. Und wie sollte es auch anders sein: Beide (21- und 23-jährige Dortmunder) bestritten, ein Rennen gefahren zu sein.

Auch hier: Untersagung des Führens von Kraftfahrzeugen im Straßenverkehr und Berichte an die Fahrerlaubnisbehörde.

Mit bis zu 130 k/mh über den Wall

Ein drittes Rennen an diesem Wochenende fand am Sonntagabend (22. April) auf dem Hiltropwall in Höhe der Hövelstraße statt. Hier wurde ein Streifenwagen auf auf einen BMW und einen Audi aufmerksam. Die Polizei folgte den beiden Autos als diese beim Umschalten der Ampel auf Grün mit lautem Reifenquietschen und einer starken Beschleunigung losfuhren. Die Verfolgung gestaltete sich jedoch als schwierig, da die Fahrer mehrfach die Fahrstreifen wechselten und dabei unbeteiligte andere Autos schnitten oder sehr nah an sie heranfuhren. Auch hier kam die Polizei auf bis zu 130 km/h.

Am Schwanenwall gelang es der Polizei, mit Unterstützung von weiteren Einsatzkräften, das Rennen der beiden Fahrer beenden. Ein 18-jähriger Dortmunder aus dem BMW zeigte sich mehr als uneinsichtig, pöbelte gegen die Beamten und widersetzte sich den polizeilichen Anordnungen mehrfach. Der 19-jährige Audi-Fahrer hingegen verhielt sich ruhiger, zeigte sich jedoch ebenfalls mit der Kontrolle und den Maßnahmen der Polizei nicht einverstanden. Beide wollten sich nicht zu den Vorkommnissen äußern. Ihre Führerscheine sowie Autos wurden ebenfalls von der Polizei sichergestellt.