Bild: Karl-Heinz Czierpka

Brackel will zum Vorreiter der Insektenrettung in Dortmund werden. Das Insektensterben geht um – auch im Dortmunder Osten, wie der Brackeler Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka mitteilt. Darum sollen in Brackel nun Insektenweiden angelegt werden.

Nicht nur Naturschützer würden ein Insektensterben bemerken, teilte Czierpka mit, auch Landwirte stellten wegen fehlenden Bestäubern einen Rückgang des Ertrags fest. Dem soll in Brackel nun entgegengewirkt werden. Das Patentrezept: neue Blumenwiesen sollen her und Bienen, sowie anderen Insekten einen neuen Lebensraum bieten.

Im vergangenen Dezember hatte die Brackeler Bezirksvertretung beschlossen, das Anlegen neuer Insektenweiden finanziell zu fördern. Auf ersten Flächen soll das Projekt noch in diesem Jahr starten.

Insektenweiden als Schulprojekt

Zuvor müssten die Flächen jedoch umgepflügt werden, so Karl-Heinz Czierpka. Das Problem an der Sache: Für die vorgesehenen Flächen sei ein besonders kleiner Pflug nötig. „Landschaftsgärtner, die städtischen Grünpfleger, noch nicht einmal die gut aufgestellten Friedhofsgärtner verfügen über kleine Pflüge!“ Am Ende habe man aber über das Internet Menschen mit einem passenden Exemplar auftreiben können.

Eine der Pilotfläche für das Brackeler Bienenretten befindet sich am Schulzentrum an Grüningsweg. Zusammen mit örtlichen Imkern ließen sich dort auch Schulprojekte verwirklichen, so Czierpka.

Dort soll das Projekt zwar anfangen, aber noch lange nicht enden. Denn, so teilte der Bezirksbürgermeister mit: „Gemeinsam mit dem Stadtbezirk Scharnhorst wollen die Brackeler hier Vorreiter in Dortmund sein. Damit es wieder brummt und summt in der Stadt!“