Bild: Kevin Mattes/RUHR24

Die Vorwürfe gegen den Immobilienkonzern Vonovia sind noch nicht allzu alt. Vergangenes Jahr protestierten Mieter in ganz Deutschland immer wieder gegen steigende Mieten bei fehlender Instandhaltung. Jetzt reagiert der Konzern – und garantiert moderate Mieten.

Im Dezember 2018 protestierten auch Mieter in Dortmund-Wambel gegen Vonovia. Damals hieß es: Mittels durchgeführter Modernisierungen würden Mieten in die Höhe getrieben. Wohnungen würden dadurch unbezahlbar für die Mieter und der Konzern finanziere über Umwege Kosten, die für notwendige Instandhaltungen anfallen.

Vonovia gibt Senioren Wohngarantie

Jetzt reagiert das Unternehmen und gibt älteren Mietern eine Wohngarantie. Das beinhaltet nicht nur, dass sie ihre Wohnung ab einem Alter von 70 Jahren aufwärts nicht mehr verlassen müssen. Die Garantie beinhaltet auch, dass die Wohnung bezahlbar bleiben soll.

Mieterorganisationen hatten beklagt, dass viele Rentner sich die steigenden Mieten für ihre Wohnungen kaum noch leisten könnten.
Jetzt sichert Vonovia den Senioren zu, dass „ihre Wohnung bei Veränderung der ortsüblichen Vergleichsmiete bezahlbar bleibt“.

Im Vergangenen Jahr hatte der Konzern bereits bei der Wohnungsmodernisierung auf die Bremse getreten. Durch Sanierungen soll es seitdem keine Mietaufschläge von mehr als zwei Euro je Quadratmeter geben.

Konzern fährt deutliche Gewinne ein

Vorstandschef Rolf Buch wies außerdem die Kritik zurück, dass der Wohnbaukonzern an den Nebenkosten gut verdiene. Hintergrund: Mieter kritisieren immer wieder zu hohe oder nicht nachvollziehbare Forderungen von Seiten des Konzerns.

Buch hält dagegen: „Vonovia hat im vergangenen Jahr bei rund 6000 Abrechnungen wegen Fehlern oder aus anderen Gründen Geld erstattet.“ Im Verhältnis zu den 400.000 Wohnungen von Vonovia seien das nicht viele beanstandete Rechnungen.

Steigende Mieten und Zukäufe im Ausland hatten Vonovia zuletzt deutliche Gewinne beschert. Auch geringe Kosten bei der Bewirtschaftung der Wohnungen ließen das Unternehmen profitieren.

Mit dem Wohnungsunternehmen LEG gibt es in Teilen Dortmunds derzeit Probleme, weil saftige Miererhöhungen einfach abgebucht wurden – obwohl sowohl der Mieterverein als auch die Mieter am Sinn der vorgenommenen Modernisierungen in den Häusern zweifeln.