Dortmunder Philharmoniker. Irgendwie langweilig. Spießig. Und überhaupt – machen die nicht nur klassische Musik, die von Leuten geschrieben wurde, die schon längst tot sind? Das sind die Gedanken, die mir durch den Kopf gehen bevor ich zum Pressegespräch für die Cityring Konzerte auf dem Friedensplatz gehe. Gut, dass mir Gabriel Feltz, Chefdirigent der Truppe, nicht in den Kopf gucken kann.

Und gut für mich, dass sich meine Meinung ganz schnell ändert als Emily Newton anfängt zu singen. Mit dem „Lied an den Mond“ haut sie mich glatt von den Socken. Durchs Foyer der Sparkasse laufen am Donnerstag morgen nicht nur die Kunden. Nein, auch die Gänsehaut läuft mir einmal den Rücken hoch und runter. Einfach irre, was diese Frau mit ihrer Stimme macht.

Emily Newton macht mit diesem Kurzauftritt Werbung für „Sempre Libera!“ die Sommernacht der Oper am 26. August. Verschiedene Stücke aus Opern von Verdi wird es dort geben. Mein Interesse ist durch den Auftritt geweckt, aber eigentlich war ich ja wegen etwas anderem gekommen.

Freier Eintritt in alle Clubs

Moonbootica – das Hamburger DJ-Duo wird sich mit den Philharmonikern zusammentun! „Das kann man nicht beschreiben wie das sein wird, das muss man erleben“, erklärt Orchester-Manager Michael Dühn. Glaube ich gern und will ich mir noch lieber anhören. Fest steht: Miki Kekenj schreibt extra für den 27. August Arrangements für die einzigartige Mischung aus Soul, Elektro, Klassik und Hip Hop.

Kann man da auch tanzen? Die Veranstaltung ist wohl bestuhlt, aber tanzen ist ausdrücklich erlaubt. Vor allem hinterher, denn mit dem Ticket des Konzertes kommt man kostenlos in alle Clubs der Innenstadt.

Ob wohl auch das Stadtoberhaupt dieses Angebot in Anspruch nehmen wird? Zum Konzert will er auf jeden Fall kommen. „Ich besuche alle Konzerte. Da wäre man ja behämmert, wenn man sowas in der Stadt hat und da nicht hingeht“, sagt Ullrich Sierau (SPD). Er ist Schirmherr der Cityring Konzerte.

Alexander Klaws kommt zurück nach Dortmund

Die gibt es übrigens jetzt zum ersten Mal. Und die Konzerte wollen aus dem Dortmunder Friedensplatz eine nord-italienische Piazza machen. „Das war meine Idee, als ich mein Amt vor zwei Jahren angetreten habe“, sagt Dirk Rutenhofer, Chef des Cityring Dortmund. Mehr Action auf den Plätzen. Ich bin gespannt, ob es ihm gelingt.

Musical-Fans sollten sich den 28. August rot im Kalender anstreichen. „A night full of stars“ heißt es dann. Zu Gast ist ein altbekanntes Duo: Alexander Klaws und Patricia Meeden haben schon in Jesus Christ Superstar zusammen gespielt. Ich bin gespannt, wie sie zum Beispiel „Roxanne“ aus meinem Lieblings-Sing-Film „Moulin Rouge“ umsetzen werden.

Was ich außerdem richtig toll finde: Die Karten für die Konzerte sind nicht teuer. 9 bis 25 Euro kosten die Tickets zum Beispiel für Moonbootica.

Mehr Infos gibt’s natürlich im Netz unter www.cityringkonzerte.de Hier gibt es auch alles zur Orchesterolympiade am 28. August.