Video zeigt, welchen Nutzen dieses beliebte Dortmunder Fotomotiv früher hatte

Über die Hympendahl-Brücke bei Phoenix West wurde früher Schlacke abtransportiert.

Zwei riesige Steinbögen erheben sich in Hörde aus dem Boden. Dazwischen drehen Enten ihre Runden auf einem Teich. Das Viadukt nahe Phoenix West ist nicht ganz einfach zu finden, aber ziemlich beeindruckend. Nun zeigt eine digitale Rekonstruktion, welchen Nutzen das beliebte Fotomotiv früher hatte.

Gebastelt hat das Video der Grafikdesigner Daniel Fritsche. „Ich habe als Grafik- und Mediendesigner von 2003 bis 2011 in Dortmund gelebt und gearbeitet und habe immer noch regen Kontakt“, berichtet der Wahl-Hamburger zur Entstehung der Rekonstruktion.

Der Dortmunder Filmemacher Ulrich Baringhorst hat die Realbilder gedreht. Zusammen haben sie die Idee der Brückenkonstruktion entwickelt. „Er hat ebenfalls vor Ort im Hoesch Museum recherchiert und den finalen Schnitt übernommen“, sagt Fritsche.

Das Video: „Die Brücke“

Aber wieso gerade diese Brücke? Fritsche: „Wir fanden die Idee spannend, etwas zu rekonstruieren, was damals durch die Lage auf dem Hoeschgelände für viele Dortmunder nicht zugänglich war.“

Die Hympendahl-Brücke

Die Brücke wurde zwischen 1891 und 1906 errichtet. Mit einer Einspurbahn wurde darüber die Schlacke vom nahe gelegenen Hochofen auf Phoenix-West zur Buschmühle abtransportiert.

Heute sind von dem ehemaligen Viadukt nur die Brückenköpfe erhalten. Zu Fuß kommt man über eine Treppe vom Industriepark Phoenix-West dort hin.