Nach Attacke auf Dortmunder Lehrer: Drei Jugendliche wegen versuchten Mordes angeklagt!

Nach Angriff auf Dortmunder Lehrer - Anklage gegen drei Schüler erhoben. Foto: Polizei Dortmund
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Nach Angriff auf Dortmunder Lehrer - Anklage gegen drei Schüler erhoben. Foto: Polizei Dortmund

Dortmund/NRW - Nach der Attacke auf einen Lehrer der Martin-Luther-King-Gesamtschule Dortmund hat die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen drei Jugendliche erhoben.

Nach der Attacke auf einen Lehrer der Martin-Luther-King-Gesamtschule in Dortmund hat die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen drei Jugendliche unter anderem wegen versuchten Mordes erhoben.

  • Jugendliche werden beschuldigt, Lehrer der Martin-Luther-King-Gesamtschule töten zu wollen.
  • Die Attacke mit Hämmern hatte sich in der Nähe der Schule in Dortmund-Dorstfeld ereignet.

Sie wollten einen Lehrer der Martin-Luther-King-Schule in Dortmund in einen Hinterhalt locken, um ihn zu töten. Jetzt wurden die drei verdächtigen Jugendliche wegen versuchtes Mordes angeklagt. Das teilten am Mittwoch (17. Juli) die Staatsanwaltschaft und die Polizei in Dortmund mit.

Rückblick: Gegen 14 Uhr am 9. Mai sollen die drei angeklagten Schüler den Lehrer auf einem Garagenhof an der Martin-Luther-King-Gesamtschule in Dortmund-Dorstfeld in einen Hinterhalt gelockt haben, um ihn mit einem Hammer zu töten.

Schüler der Martin-Luther-King-Gesamtschule in Versetzung gefährdet

Ein 17- und ein 18-Jähriger hätten die Tat danach weitestgehend gestanden. Der 16-jährige Haupttäter hatte die Tat aber dennoch abgestritten. Er habe den Lehrer nicht töten wollen. Als Motiv hatten die Geständigen angegeben, in ihrer Versetzung gefährdet gewesen zu sein. Es habe, so Staatsanwalt Giesenregen, in Mathe und Chemie gehapert.

Die Tat hatten die Schüler demnach „detailliert geplant“, so der Staatsanwalt. Zuvor sollen die Tatverdächtigen den späteren Tatort, laut Giesenregen eine Art Raucherecke, ausgewählt haben.

Nach versuchter Attacke der Mutter anvertraut

Zudem hatte der 16-Jährige wohl Mittäter und Alibigeber gesucht. Ein Mitschüler hatte sich seiner Mutter anvertraut, diese hatte wiederum die Leitung der Martin-Luther-King-Gesamtschule informiert. Zwei Schüler waren danach von der Schule geflogen. In der Folge hatte sich auch der betroffene Lehrer via Facebook zu Wort gemeldet, und betont, den Vorfall nicht für rechte Hetze instrumentalisiert zu wissen.

In der Folge hatte es von der Staatsanwaltschaft zunächst laut Ruhr Nachrichten geheißen, dass es gegen die Schüler keine Anklage geben werde. Demnach habe die Staatsanwaltschaft den „Rücktritt vom Versuch“ werten müssen. Sprich: Weil die Schüler die Hämmer nicht gezogen hatten, hätten sie demnach auch nicht bestraft werden können.

Diese Ansicht der Dinge scheint sich mit der Anklage der drei Jugendlichen nun offenbar erledigt zu haben. Man habe, so ein Sprecher des Landgerichts, den Sachverhalt geprüft und sich nun entschlossen, Anklage zu erheben. Es habe ohnehin nie zur Debatte gestanden, nicht Anklage zu erheben.

Hinweis: Für eine aktuelle Stellungnahme war die Staatsanwaltschaft am Mittwochmittag nicht zu erreichen. Wir reichen die Begründung für die Anklage nach.