Insolvenzverfahren seit April

Vapiano will den Neustart: Öffnung von 30 Läden geplant - was das für Dortmund bedeuten könnte

Im April dieses Jahres hat die Restaurantkette Vapiano Insolvenz angemeldet. Einige Filialen mussten schließen. Nun steht Vapiano vor einem Comeback - auch in Dortmund?

  • Die Restaurantkette Vapiano verkauft seit 2002 in Deutschland italienisches Fast Food.
  • Seit Jahren steckt das Unternehmen in der Krise - im April 2020 folgte der Antrag auf Insolvenz.
  • Nun steht die Kölner Kette offenbar vor einem Neustart.

Köln/Dortmund - Lange Zeit gab es viele negative Schlagzeilen rund um die Restaurantkette Vapiano. Bereits seit 2017 steckte das Unternehmen mit Sitz in Köln in der Krise. Im April dieses Jahres erklärte die Firma schließlich ihre Zahlungsunfähigkeit. Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie waren für das ohnehin rote Zahlen schreibende Unternehmen zu viel. Nun scheint sich das Blatt zu wenden.

Firma

Vapiano SE

Gründung

2002 in Hamburg

Zentrale

Köln

CEO

Cornelius Everke (1. Dezember 2018 - )

Tochterunternehmen

Vapiano Sweden AB, MEHR

Restaurantkette Vapiano vor Comeback: 30 Läden sollen in Deutschland eröffnen

Denn die neue Investorengruppe der schwer angeschlagenen Restaurantkette Vapiano will in Deutschland wieder 30 Läden eröffnen. Vapiano solle kleiner, aber schlagkräftiger werden, so der ehemalige Vapiano-Vorstand, Mario C. Bauer, der nun das Investorenkonsortium anführt, im Interview mit der Wirtschaftswoche (Ausgabe 11. Juni).

Wie das genau aussehen könnte, soll sich schon bald zeigen. Das operative Geschäft in Deutschland soll der Gastronomieunternehmer Delf Neumann übernehmen. Er wolle die Restaurants schnellstmöglich wieder eröffnen, spätestens ab August, hieß es weiter. Auch mit den Franchisepartnern, die aktuell 25 Restaurants haben, wolle er weiter zusammenarbeiten.

Vapiano-Filiale in Dortmund ist von Insolvenz nicht betroffen

Eines dieser 25 Restaurants befindet sich in der Innenstadt von Dortmund. Dort betreibt Franchisenehmerin Sabine Koegel nach wie vor ihre Vapiano-Filiale. Der Laden in der Silberstraße werde nicht von der Vapiano SE betrieben und sei deshalb auch nicht von der Insolvenz betroffen, sagte Koegel gegenüber den Ruhr Nachrichten (Bezahlschranke).

Die Restaurantkette Vapiano will bald wieder 30 Läden in Deutschland eröffnen.

Die Franchisenehmerin freue sich über den Verkauf der anderen Restaurants an Mario Bauer. "Bei ihm ist Vapiano in besten Händen", so Koegel weiter. Anders lief es für die zweite Dortmunder Filiale des italienischen Restaurants. Der Laden auf der Kleppingstraße musste bereits im Mai 2019 nach nur sechs Jahren wieder schließen.

Verhandlungen über Zukunft von Vapiano-Standorten laufen noch

Ob es in Dortmund bald womöglich wieder zwei Vapiano-Restaurants geben wird und ob das Unternehmen überhaupt Eröffnungen an ehemaligen Standorten plant, ist derzeit noch nicht klar. Bauer zufolge laufen derzeit noch Verhandlungen über die Zukunft der Restaurantkette. "Wie viele Restaurants am Ende unter dem Namen Vapiano weitermachen, ist heute noch nicht absehbar", so Bauer gegenüber der Wirtschaftswoche

Er gehe von 140 bis 160 Standorten aus. Die mögliche Schwankungsbreite sei aber noch sehr hoch. Er sei jedoch davon überzeugt, "dass die Marke ein Comeback schaffen wird."

Rubriklistenbild: © RUHR24

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