Unwetter im Ruhrgebiet sorgte für überschwemmte Straßen, Supermärkte und brennende Bäume

Am Wochenende werden Unwetter in NRW erwartet. Wasser drückt Gullideckel hoch. Foto: dpa
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Am Wochenende werden Unwetter in NRW erwartet. Wasser drückt Gullideckel hoch. Foto: dpa

Dortmund/NRW - Heftige Regengüsse und Gewitter am gestrigen Dienstagmittag (28. Mai) ließen im ganzen Ruhrgebiet die Feuerwehr einige Male ausrücken.

Das Unwetter am gestrigen Dienstagmittag (28. Mai) brachte heftige Regengüsse, Hagel und Gewitter. Die Feuerwehren im Ruhrgebiet waren im Dauereinsatz und rückten einige Male aus.

Finstere Wolken verdunkelten zwischen 12 und 14 Uhr im ganzen Ruhrgebiet den Himmel. Es folgten kurze, aber heftige Regenschauer, Hagel und Gewitter.

In vielen Städten schaffte es die Kanalisation nicht, die großen Regenmengen in so kurzer Zeit zu schlucken. Die Folge: Straßen und Keller wurden zeitweise überschwemmt, Gullideckel kamen hoch.

Unwetter: In Dortmund brannte ein Baum

Einen größeren Schrecken jagte vermutlich ein Blitzeinschlag den Anwohnern in Dortmund-Wellinghofen ein. Dort hatte der Blitz einen Baum getroffen, der daraufhin in Flammen aufging. Die Feuerwehr konnte den Brand aber schnell löschen.

In Dortmund und in Essen kam es in zwei Discountern zudem zu Wassereinbrüchen durch die Decke. In beiden Fällen waren die Abläufe verstopft und ebenfalls mit den großen Wassermengen überfordert.

So lief in Dortmund der Lidl an der Münsterstraße in Folge des Wassereinbruchs mit Wasser voll.

In Essen traf es den Lidl an der Haedenkampstraße im Westviertel. Hier fielen Deckenplatte herunter - das Geschäft musste wie auch in Dortmund vorerst gesperrt werden. Insgesamt gab es in Dortmund laut der Feuerwehr 15 Einsätze. Es sei jedoch niemand verletzt worden.

Erst vor wenigen Tagen sorgte Tief "Alex" für Überschwemmungen in ganz Deutschland. Damals stürzte das Dach einer Klinik ein.

Wassereinbruch bei Lidl

Ähnliches widerfuhr der Joachimschule in Essen Kray. Auch sie musste geschlossen werden, nachdem Wasser in einige Klassenräume gelaufen war. Auch hier waren verstopfte Abflüsse und Dachabläufe schuld.

Ebenfalls in Kray, am Karmelitenweg, hatte das Unwetter beinahe dann doch tragische Folgen: Hier überflutete Wasser einen Erdtank mit Altöl. Das Wasser drang durch die Bodenentwässerung des Tanks ein, sodass dieser überlief.

Tragödie blieb aus

Glücklicherweise landete das Öl-Wasser-Gemisch in einem betonierten Bereich eines Gewerbegebiets, sodass eine Spezialfirma die Fläche zügig bereinigen konnte - bevor das Öl-Wasser-Gemisch in Erde oder Grundwasser eindringen konnte.

In Bochum blieb es bis auf einige Äste, die auf die Straße fielen, und ein paar überlaufende Gullis ruhig. Allerdings sorgten große Mengen an Hagelkörner für Verwirrung - Einwohner dachten, es hätte mitten im Mai geschneit.

Nach dem rauen Wochenbeginn soll es am Wochenende aber endlich sommerlich werden: heißes und sonniges Wetter erwartet uns.