Stadt gibt Pläne bekannt

Dortmund: Rund 500 Kinder aus der Ukraine warten noch auf Schulplatz

Neue Zahlen der Stadt Dortmund zu Ukraine-Flüchtlingen zeigen: Es kommen kaum noch Menschen an. Gleichzeitig warten fast 500 ukrainische Kinder auf einen Schulplatz.

Dortmund - Es flüchten immer weniger Menschen aus der Ukraine nach Dortmund. Das zeigen die Zahlen der Stadt vom Dienstag, 14. Juni. Stattdessen kehren immer mehr ukrainische Menschen in ihre Heimat zurück. Trotzdem warten viele Kinder noch immer auf einen Schulplatz.

Die Zahlen im Überblick:

Anzahl der Ukrainerinnen und Ukrainer in Dortmund6.536
Höhe der ausgezahlten Hilfsmittel3,4 Millionen Euro
Ukrainische Kinder ohne Schulplatz489

Ukraine-Flüchtlinge in Dortmund: 3,4 Millionen Euro Hilfsleistungen ausgezahlt

Bis zum 31. Mai hatten sich 6.536 Ukrainer und Ukrainerinnen beim Sozialamt in Dortmund gemeldet. Diese Zahl ist seitdem eingefroren und wurde nicht weiter aktualisiert. Das hat administrative Gründe: Seit dem 1. Juni sollen die ankommenden Flüchtlinge sich nämlich beim Jobcenter anmelden. Laut der Stadt Dortmund kommen aber immer weniger Menschen aus der Ukraine in Dortmund an. Bis 31. Mai wurden 3,4 Milliarden Euro Hilfsleistungen von der Stadt ausgezahlt.

Dafür kehren immer mehr Ukrainer und Ukrainerinnen aus Dortmund in ihre Heimat zurück: 20 Prozent der Termine für die Verlängerung von Aufenthaltstiteln werden nicht wahrgenommen. Genaue Zahlen, wie viele Geflüchtete Dortmund schon wieder verlassen haben, gibt es noch nicht, sollen aber ermittelt werden.

Geflüchtete Kinder aus der Ukraine in Dortmund: Zu wenige Schulplätze

489 ukrainische Kinder warten in Dortmund nach mehr als drei Monaten seit Kriegsausbruch noch immer auf einen Schulplatz. Sie stehen auf einer Warteliste. Bis zum 13. Juni konnten 754 Schülerinnen und Schüler ein Platz angeboten werden.

Um mehr Kindern in Dortmund Schulplatz zu ermöglichen, braucht es Personal vom Land.

Alle anderen, werden weiter warten müssen. Das Schulverwaltungsamt will bis nach den Sommerferien (9. August) einen Plan erarbeiten, wie viele Plätze neu dazukommen müssen und wie das funktionieren kann.

Ukrainische Kinder an Dortmunder Schulen: NRW soll Personal zur Verfügung stellen

„Gerade in der Grundschule ist es selbstverständlich, dass Kinder aufgenommen werden. Insbesondere wollen wir ein Angebot für ukrainische Schüler*innen machen, aber auch für alle anderen geflüchteten Kinder“, so Personaldezernent Christian Uhr. Das Land müsse dafür aber noch das entsprechende Personal zur Verfügung stellen. Bereits vor dem Ukraine-Krieg hatte NRW Probleme mit einem Lehrermangel.

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