Zu enge S1, Zugausfälle und Verspätungen: VRR mahnt DB Regio ab

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Zug - RB52 - Dortmund Hagen Bild: dpa

Dortmund/NRW - Wer oft mit der S1, dem RE6 oder der S8 fährt, der wird von der DB Regio weiß Gott nicht verwöhnt. Dem VRR reicht's: Er mahnt den Betreiber offiziell ab.

Wer regelmäßig mit der S1, dem RE6 oder der S8 fährt, der wird von der DB Regio weiß Gott nicht verwöhnt. Immer häufiger sind die Bahnen verspätet, zu eng oder fahren einfach gar nicht. Dem Verkehrsbund Rhein-Ruhr (VRR) reicht es jetzt: Er mahnte den Betreiber DB Regio nun offiziell ab.

16 Uhr an einem Wochentag, die Menschen auf dem Weg nach Hause tummeln sich am Bahnsteig und die S1 kommt nur mit einem Wagen. Pendler drängeln sich in die viel zu enge Bahn rein, die Türen gehen nicht mehr zu und die S1 verspätet sich - mal wieder.

VRR findet Zustände "nicht akzeptabel"

Solche Situationen sind momentan keine Seltenheit. Viele Fahrgäste beschwerten sich deswegen bei dem VRR. Dort ist man scheinbar auch alles andere als zufrieden mit der Leistung der DB Regio in NRW. Am Montag (4. Februar) sprach der Vorstandssprecher des VRR der Geschäftsführung der DB Regio eine formale Abmahnung aus. Als Grund nannte er die "anhaltend schlechten und nicht akzeptablen Betriebsleistungen".

Es geht dabei nicht nur um die S1: Auch bei der S68, der S8 und dem RE6 gäbe es Zugausfälle, fehlende Sitzplätze und massive Verspätungen. "Dieser Zustand zieht sich bereits über das ganze Jahr 2018 und verschlechtert sich dabei (...) bis heute", schreibt der VRR in einer Pressemitteilung. Das sei "so nicht weiter akzeptabel".

DB Regio muss handeln

Nun fordert der VRR die DB Regio zum Handeln auf. Der Verkehrsbund erwartet nun einen Maßnahmenplan und eine verbindliche Nennung, "wann der Regelzustand auf Dauer wieder erreicht wird und sie die verkehrsvertragliche Leistungspflicht wieder erfüllt", so der VRR. Betroffene Fahrgäste sollen außerdem entschädigt werden.

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Die DB Regio nahm die Mahnung ernst und kündigte schon erste Maßnahmen an: Mitarbeiter sollen Zusatzschichten übernehmen und die Fahrzeugreserve soll vergrößert werden.

Momentan sind viele Wagen wegen technischen Problemen in den Werkstätten. Davon ist vor allem die S1 betroffen: Damit keine Züge ausfallen, fahren sie mit weniger Wagen.