Lieferprobleme bei Hermes in Dortmund - deshalb warten Kunden auf die Pakete

Hermes hat in Dortmund derzeit Lieferprobleme. Foto:  dpa
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Hermes hat in Dortmund derzeit Lieferprobleme. Foto: dpa

Dortmund/NRW - Seit einigen Tagen klingelt der Hermesbote in Dortmund nicht mehr. Viele Päckchen kommen im Moment einfach nicht an, denn Hermes hat Zustellprobleme.

Seit einigen Tagen klingelt der Postbote in Dortmund nicht mehr an der Haustür. Zumindest, wenn es sich dabei um den Paketboten von Hermes handelt. Viele lang ersehnte Päckchen und Pakete kommen im Moment einfach nicht bei ihrem Empfänger an, denn Hermes hat Zustellprobleme.

Es hagelt Kommentare auf Facebook, und auch die Beschwerde-Hotline bei Hermes steht nicht still. Der Grund dafür: Päckchen gelangen zwar meist bis ins Verteilzentrum von Hermes in Dortmund, danach geht die Reise aber nicht weiter.

Bei Hermes kommen viele Probleme zusammen

Wie auch der WDR in der Lokalzeit vom 24. Oktober berichtet, warten die Hermes-Kunden teilweise schon seit Anfang des Monats auf ihre Lieferungen. Doch dafür gibt es einen Grund, wie Sebastian Kaltofen, Regional Communications Manager von Hermes, gegenüber Dortmund24 erklärt: "Es liegt ein Zusammenspiel mehrer Probleme vor, die zu dem Lieferproblem führen."

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Denn genauer genommen sind es drei Probleme, mit denen Hermes im Moment zu kämpfen hat: Bereits Anfang Oktober hatte der Paketdienst ein IT-Problem zu bewältigen. Das sei zwar gelöst, doch es häufte sich in dieser Zeit ein Rückstau an nicht zugestellten Paketen an. Dieser muss jetzt abgearbeitet werden.

Und da kommt das nächste Problem ins Spiel. An dem Tag, als das IT-Problem eigentlich gelöst war, gab es einen Feiertag. Also hatten auch die schwer arbeitenden Hermesboten einfach mal frei.

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Doch damit nicht genug. Denn als es nach dem Feiertag daran ging den inzwischen beachtlichen Stau im Paketzentrum abzuarbeiten, fehlten einige Kollegen. Die waren in den Urlaub gegangen - denn die Herbstferien hatten inzwischen begonnen.

Extraschichten sollen Paketstau lösen

Aber: Hermes hat das Problem erkannt und kurzerhand zehn extra Mitarbeiter aus anderen Regionen nach Dortmund abberufen. Die fahren jetzt jeden Tag Extraschichten, um die noch ausstehende Paket so schnell wie möglich ihren Empfängern zukommen zu lassen.

Irgendwie ist ja jetzt auch Eile geboten. Denn bald steht schon die nächste Paket-Welle vor der Tür: Weihnachten. Das weiß auch Sebastian Kaltofen: "In den nächsten ein bis zwei Wochen wird entschieden, ob es bei Hermes für die Weihnachtszeit wieder eine Mengenobergrenze wie 2017 für Pakete geben wird, oder ob vermehrt saisonale Kräfte dazukommen."