Bild: Lisa Krispin/RUHR24

Thomas Westphal (52), Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund, will als Kandidat für den Oberbürgermeister von Dortmund antreten. Das erklärte der SPDler heute (13. September) in einem Mediengespräch.

  • Oberbürgermeister Ullrich Sierau (63) gab kürzlich bekannt, dass er sich nicht zur Wiederwahl stellen wird.
  • Im kommenden Jahr möchte Thomas Westphal die Nachfolge antreten.
  • Der 52-Jährige führt seit sechs Jahren die Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund.

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau dankt ab und stellt sich im kommenden Jahr nicht zur Wiederwahl. Damit kann der Wahlkampf für die Kommunalwahl 2020 beginnen. Ein möglicher Nachfolger aus den eigenen Reihen der SPD ist seit heute bekannt: Thomas Westphal möchte neuer Oberbürgermeister von Dortmund werden.

Thomas Westphal kandidiert als neuer Oberbürgermeister

Wer abergläubig ist, wird sagen, dass sich Thomas Westphal für die Verkündung seiner Kandidatur als neuer Oberbürgermeister durchaus ein besseres Datum hätte aussuchen können. Am Umschlagplatz am Dortmunder Hafen erklärte der 52-Jährige heute, am Freitag den Dreizehnten, dass er Ullrich Sieraus Nachfolge antreten möchte.

Auch das Wetter ließ zu wünschen übrig, der Himmel über Dortmund war grau und verregnet. Davon ließ Thomas Westphal sich im Gespräch mit Unterstützern und Vertretern der Presse aber nicht die Laune verderben und teilte mit: „Ich habe richtig Lust.“

Lust habe der gebürtige Lübecker vor allem darauf, gemeinsam mit den Menschen in Dortmund etwas zu gestalten. Sein Leitbild für die nächsten Jahre sehe so aus, dass man zusammen daran arbeitet, besser zu werden – aber ganz wichtig: dabei im Herzen und in der Seele, Dortmund zu bleiben.

Dortmund: Tradition trifft neue Wirtschaft

Deshalb habe Thomas Westphal auch an den Hafen eingeladen. „Das ist natürlich auch ein Grund, warum wir heute an diesen Ort gegangen sind. Hier wird eine Jahrhundert alte Tradition der Seewege in den nächsten Jahren auf die neue, wachsende Wirtschaft treffen.“

An diesem Standort entwickle man ein digitales Quartier für Arbeit und Erholung. „5.000 neue Arbeitsplätze sollen hier entstehen und mit der alten Industrie zusammenwachsen“, so der 52-Jährige. Dieses Vorhaben, dort ein neues, starkes Stück Dortmund entstehen zu lassen, sei beispielhaft für das, was Thomas Westphal zusammen mit der SPD in der Stadt erreichen will.

Mit diesem Hashtag zieht Thomas Westphal in den Wahlkampf. Foto: Lisa Krispin/RUHR24

Und um deutlich zu machen, was für ein Typ er eigentlich sei, erklärte der Vater von zwei Kindern: „Wenn ich eine Überschrift finden sollte für eine Schublade, in der ich mich wohl fühle, würde ich sagen ‚Das ist einer für alle‘.“ Er sei jemand, der eintritt für eine Stadt, die verbindet.

Themen wie Wohnen, Verkehr und Bildung auf der Agenda

Auf politischer Ebene ausgedrückt, bedeutet das laut Thomas Westphal, dass für ihn unter anderem das Thema Wohnen eine große Rolle spielt. In den nächsten zehn Jahren sollen bis zu 20.000 neue Wohnungen in Dortmund entstehen. Außerdem soll der Wohnungsmarkt bezahlbar bleiben, man wolle keine Verhältnisse wie in Berlin, München oder Frankfurt. Wie das jedoch genau aussehen soll, dazu äußerte er sich noch nicht.

Weitere Punkte, die der Oberbürgermeister-Kandidat auf der Agenda hat, sind außerdem das Thema Verkehr, Klimapolitik sowie Sport und Bildung. „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir unsere bestehende Infrastruktur an Stadtteilbibliotheken zu einer technischen Bürgerschule ausbauen. Wir müssen unseren Kindern, Lehrern und uns selber auch beibringen, wie wir in die digitale Transformation kommen.“

In 366 Tagen wird klar, ob Westphal der neue OB von Dortmund ist

Diese Themen stehen für den 52-Jährigen im Mittelpunkt und müssen funktionieren, damit Dortmund eine soziale Stadt sein kann. „Es ist wichtig, dass wir integriert sind und das wir zusammenhalten.“

Thomas Westphal freue sich auf die kommenden 366 Tage, denn genau am 13. September im nächsten Jahr ist der Wahltermin. „Ich freue mich auf einen kämpferischen, schönen und vor allem fairen Wahlkampf. Das ist mir sehr wichtig, dass wir das auch beherzigen.“