Nach Streit um "Tatort" Dortmund: Jörg Hartmann kündigt Touren zu Drehorten an

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Dortmund/NRW - In Dortmund sollen Tatort-Fans bald an Touren zu den Drehorten teilnehmen können. Das kündigte der Schauspieler Jörg Hartmann (50) in einer TV-Sendung an.

In Dortmund können "Tatort"-Fans möglicherweise bald an Touren zu den Drehorten teilnehmen. Das sagte Schauspieler Jörg Hartmann in der ARD-Talkshow "3 nach 9".

  • In Dortmund könnte es künftig "Tatort"-Touren zu den Drehorten geben.
  • Oberbürgermeister Ullrich Sierau hatte zuletzt keine guten Worte für den "Tatort" Dortmund übrig.
  • Diese Kritik habe Schauspieler Jörg Hartmann "persönlich getroffen".

"Tatort" Dortmund: Jörg Hartmann kündigt Touren an

Erst harsche Kritik vom Oberbürgermeister, jetzt die Kehrtwende: In Dortmund könnte es künftig offenbar Touren zu den Drehorten der Krimiserie "Tatort" geben. Das kündigte Jörg Hartmann in der ARD-Talkshow "3 nach 9" an. Er spielt in der Krimiserie den Kommissar Faber.

Das verwundert, denn Oberbürgermeister Ullrich Sierau (63) hatte die Folge "Zorn" in einem Brief an den WDR Intendanten als "Mobbing gegen die Stadt" bezeichnet. Die Folge sei eine "plumpe Darstellung" und er habe nichts dagegen, wenn der "Tatort" Dortmund eingestellt werden würde. Ebenso wundersam ist die Tatsache, dass zum 50. Geburtstag vom Tatort ebenfalls in Dortmund gedreht wird.

Hartmann: Kritik von OB Sierau an "Tatort" Dortmund habe ihn "persönlich getroffen"

"Das hat mich persönlich getroffen", kommentierte Hartmann in der Talksendung am Dienstagabend (15. Oktober) erneut die Kritik am Tatort Dortmund. Ihm liege wahnsinnig viel daran, der Region und der Stadt Dortmund gerecht zu werden. Deshalb versuche er auch, Einfluss auf das Drehbuch zu nehmen - was bei der betreffenden Folge etwas komplizierter gewesen sei.

Ein Treffen zwischen Sierau und Hartmann in Berlin hatte der Oberbürgermeister bereits bei einer Pressekonferenz Anfang September durchblicken lassen. Dort kündigte er auch an, nach seiner Karriere im Rathaus "auf jeden Fall nicht im Tatort Dortmund mitspielen" zu wollen.

"Tatort" Dortmund Sierau könnte "höchstpersönlich" Faber-Tour anbieten

Bei einem "Bierchen" sprachen die beiden also kürzlich in Berlin über das Thema - und haben sich offenbar versöhnt. Und obwohl Stillschweigen vereinbart war, plauderte Hartmann in der Talkshow aus, dass die beiden bei den Dreharbeiten im November erneut ein "Pilsken" trinken werden.

Außerdem wolle Sierau "höchstpersönlich" Faber-Touren anbieten. Reisegruppen könnten sich dann in Dortmund Leichenfundorte, den Phoenix-See und schöne Ecken ansehen, die bereits in der Krimiserie zu sehen waren.

"Tatort"-Tour durch Dortmund mit Sierau?

Persönliche Rundgänge, ausgerechnet mit dem kritischen Oberbürgermeister? Das wollte Michael Meinders, Pressesprecher der Stadt Dortmund, gegenüber RUHR24 so nicht bestätigen. Zu den Touren sagte er hingegen: "Ja, es gibt diese Idee." In welcher Form und unter welchem Namen sie stattfinden könnten, sei aber noch völlig offen.

In Münster gibt es bereits beliebte Krimi-Touren zu den Drehorten des Münsteraner "Tatorts". Vielleicht zieht Dortmund ja bald nach. Kurios: An Neujahr 2020 gibt es einen Tatort, in dem Ermittler aus Dortmund und Münster zusammenarbeiten.

Ab Montag (11. November) starten die Dreharbeiten in Lütgendortmund zum neuen Tatort in Dortmund. Los geht es in einer Gaststätte.