Teil zwei des Jubiläums

Tatort Dortmund im Ersten: Jörg Hartmann mit düsterer Prognose für nächste Folge

Dortmund-Tatort „In der Familie“.
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Am Sonntag (6. Dezember) läuft der zweite Teil des Dortmund-Tatorts „In der Familie“.

Am heutigen Sonntagabend läuft der zweite Teil des Jubiläums-„Tatorts“ aus Dortmund. Die nächsten beiden Tatort-Episoden aus Dortmund sind bereits abgedreht. Doch es gibt keine guten Neuigkeiten.

Dortmund – Der Jubel war groß, als der Dortmund-Tatort „In der Familie“ vergangene Woche die Zuschauer an zahlreiche bekannte Spots in der Ruhrmetropole führte. Am heutigen Sonntag (6. Dezember) kommt der zweite Teil. In den beiden zukünftigen Tatort-Folgen werden Dortmunder aber nicht so viel zu lachen haben.

Tatort Dortmund „In der Familie“ heute: Zahlreiche Schauplätze im Ruhrgebiet

Der Indu-Park in Kley, der U-Turm, die Stadtbahn-Haltestelle „Westentor“ und der Emil-Moog-Platz unterhalb des Dortmunder U – die Liste an Schauplätzen des Dortmund-Tatorts, die auch wirklich in der Stadt im Ruhrgebiet gespielt haben, war vergangene Woche (29. November) lang.

Nachdem die BVB-Stadt als Schauplatz im letzten Dortmund-Tatort „Zorn“ im Jahr 2019 kaum zu erkennen war, hatte es sogar Kritik von Ex-OB Ullrich Sierau (SPD) gegeben. Der viele „Dortmund-Content“ im Tatort vom vergangenen Sonntag (29. November) könnte die Wogen jetzt aber geglättet haben. Doch der Schein trügt: Dortmunder Tatort-Fans könnten bald abermals enttäuscht werden.

Denn: Wie Jörg Hartmann (51), Schauspieler von Kult-Kommissar Faber verraten hat, werden die beiden kommenden Dortmunder Tatort-Episoden zwar offiziell in der Ruhrmetropole spielen – viel zu sehen bekäme man von der Stadt allerdings nicht.

Tatort Dortmund: Kaum Ruhrgebiet in den nächsten Teilen wegen Corona-Krise

Schuld daran ist natürlich – wie so häufig – die Coronavirus-Krise (alle Nachrichten zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de). „Wir konnten coronabedingt nicht nach Dortmund kommen, weil wir das ganze Team in keine Hotels stecken konnten. Es war alles hochkompliziert, überhaupt im Sommer wieder unter hohen, strengen Auflagen zu drehen“, erklärte Faber-Darsteller Jörg Hartmann gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

So habe man die meisten Szenen der kommenden beiden Dortmund-Episoden in Köln und Umgebung gedreht, damit die Crew zu Hause übernachten konnte. „Das ist natürlich schade. In den nächsten beiden Teilen wird man nicht viel Dortmund sehen. Aber das sind höhere Mächte, gegen die wir leider auch nichts ausrichten konnten“, so Jörg Hartmann.

Tatort aus Dortmund: Kritik an Darstellung des Ruhrgebiets wurde laut

Doch der Dortmund-Tatort stand in der Vergangenheit nicht nur wegen der Kulisse in der Kritik: Viele Zuschauer aus der Ruhrmetropole beschwerten sich nach „Zorn“ darüber, dass die BVB-Stadt im falschen Licht dargestellt wurde. Statt die positiven Aspekte des Ruhrgebiets zu zeigen, wurde der Fokus im Tatort auf Arbeitslosigkeit und Kriminalität gelegt.

Im Dortmund Tatort „In der Familie“ geht es um eine Pizzeria in Dortmund, die Umschlagsplatz für Kokain ist – im Auftrag der ‚Ndrangheta.

Jörg Hartmann weiß auch darauf eine Antwort: „Ich glaube, die meisten Dortmunder können trennen, dass unser ‚Tatort‘ kein Imagefilm der Tourismusbehörde Dortmund ist, den wir da machen. Das ist natürlich rein vom Stoff, vom Milieu her ein bisschen schwierig.“

Video: Zum 50. „Tatort“-Jubiläum: Fakten über die allererste Folge

Tatort Dortmund/ Kritik: Kommissar Faber-Darsteller Jörg Hartmann bezieht Stellung

Dennoch könne der Wahlkölner, der aus Herdecke kommt, die Kritik der Zuschauer verstehen: Er „verstehe natürlich, dass man auch gerne mal die anderen, schönen Seiten von Dortmund sehen würde, denn die hat Dortmund definitiv. (...)Aber das ist halt so eine endlose Diskussion. Wir haben uns nun mal für dieses Genre entschieden und auch für diesen dunklen Ton, den wir in Dortmund haben.“

Am heutigen Sonntag (6. Dezember) können sich Tatort-Fans zwar nicht auf die „schönen Seiten“ der Ruhrmetropole freuen, dafür aber auf ganz viel Dortmund-Kulisse. Um 20.15 Uhr läuft der zweite Teil des Dortmund-Tatorts „In der Familie“ auf ARD. Und dieser Tatort könnte durchaus als Dortmunder Imagefilm durchgehen.